5. Worauf müssen Sie beim Abschluss achten?
Der richtige Zeitpunkt und ehrliche Angaben sind entscheidend, wenn Sie eine Zahnzusatzversicherung mit Parodontitis-Vorgeschichte abschließen möchten. Die folgenden Punkte helfen Ihnen, typische Fehler zu vermeiden.
Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten
Die meisten Versicherer fragen nach Zahnfleischbehandlungen der letzten drei Jahre. Geben Sie auch zurückliegende Behandlungen an, selbst wenn das Zahnfleisch inzwischen stabil ist. Verschweigen Sie Vorerkrankungen, riskieren Sie, dass der Versicherer im Leistungsfall nicht zahlt oder den Vertrag kündigt.
Den richtigen Zeitpunkt wählen
- Vor der Diagnose: Ideal ist der Abschluss, bevor eine Parodontitis festgestellt wird. Dann gibt es keine Einschränkungen.
- Nach erfolgreicher Behandlung: Warten Sie mindestens drei Jahre nach der letzten Behandlung. Dann fallen viele Gesundheitsfragen weg.
- Bei stabiler Situation: Regelmäßige Prophylaxe und gesundes Zahnfleisch verbessern die Chancen auf Annahme.
Wartezeiten und Zahnstaffel berücksichtigen
Nach Vertragsabschluss müssen Sie die Wartezeit von in der Regel 8 Monaten abwarten, bevor Leistungen erstattet werden. Für Prophylaxe gilt bei vielen Tarifen keine Wartezeit. Die Zahnstaffel begrenzt zudem die Erstattung in den ersten Jahren: Typisch sind 1.000 Euro im ersten Jahr, die sich jährlich erhöhen.
Alternative: Tarife ohne Gesundheitsfragen
Einige Versicherer bieten Tarife ohne Gesundheitsfragen an. Diese sind in der Regel teurer und haben oft niedrigere Erstattungssätze oder längere Wartezeiten. Sie können jedoch eine Lösung sein, wenn herkömmliche Tarife wegen der Parodontitis ablehnen.