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Zahnzusatzversicherung: 100% Erstattung erreichen? Wie Sie bei Zahnersatz keinen Eigenanteil zahlen

100% Erstattung bedeutet: Ihre Restkosten nach dem Kassenzuschuss werden vollständig übernommen – null Eigenanteil.

Das Wichtigste in Kürze

  • check 100 Prozent Erstattung bezieht sich auf die Restkosten nach dem Kassenzuschuss, nicht auf die gesamten Behandlungskosten.
  • check Die Zahnstaffel begrenzt in den ersten Jahren die maximale Auszahlung – typisch sind 500-1.750 Euro im ersten Jahr.
  • check Kein Versicherer bietet derzeit 100% Erstattung mit vollständigem Sofortschutz für Zahnersatz an.
  • check 100%-Tarife kosten für 30-Jährige zwischen 18 und 40 Euro monatlich, je nach Zahnstaffel und Zusatzleistungen.
  • check Ein früher Abschluss lohnt sich: Nach der Staffelzeit profitieren Sie dann von der vollen Erstattung ohne Obergrenze.
Zahnzusatzversicherung: 100% Erstattung erreichen?
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Inhaltsverzeichnis

1. Was Zahnersatz kostet – und was die Kasse zahlt

Eine Krone für 800 Euro, ein Implantat für 3.000 Euro – bei Zahnersatz können schnell hohe Kosten entstehen. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt davon nur einen festen Zuschuss. Viele Patienten wünschen sich daher eine Zahnzusatzversicherung mit 100 Prozent Erstattung, um am Ende nichts aus eigener Tasche zahlen zu müssen.

Doch was bedeutet 100% Erstattung konkret? Und welche Einschränkungen sollten Sie kennen? In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie 100-Prozent-Tarife funktionieren, welche Rolle die Zahnstaffel spielt und worauf Sie bei der Tarifwahl achten sollten.

2. Was bedeutet 100% Erstattung wirklich?

Der Begriff 100 Prozent Erstattung führt häufig zu Missverständnissen. Er bedeutet nicht, dass die Versicherung sämtliche Behandlungskosten übernimmt. Stattdessen bezieht sich die Angabe auf den Anteil, den die Versicherung von Ihren Restkosten nach dem Kassenzuschuss erstattet.

Rechenbeispiel: Keramikkrone

Eine hochwertige Keramikkrone kostet 800 Euro. Ihre gesetzliche Krankenkasse zahlt einen Festzuschuss von etwa 200 Euro. Es verbleiben 600 Euro Restkosten. Eine Zahnzusatzversicherung mit 100 Prozent Erstattung übernimmt diese 600 Euro vollständig. Sie zahlen am Ende keinen Eigenanteil.

Vergleich: 90% vs. 100% Erstattung

Bei einem Tarif mit 90 Prozent Erstattung würden Sie hingegen 10 Prozent der Restkosten selbst tragen – in diesem Beispiel 60 Euro. Bei einem Implantat mit 3.000 Euro Gesamtkosten macht dieser Unterschied bereits mehrere hundert Euro aus.

3. Wie erreichen Sie 100% Kostenübernahme?

Die vollständige Kostenübernahme setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: dem Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkasse und der Leistung Ihrer Zahnzusatzversicherung.

Der Festzuschuss der Krankenkasse

Die Krankenkasse zahlt bei Zahnersatz einen befundbezogenen Festzuschuss. Dieser beträgt normalerweise 60 Prozent der Regelversorgung. Mit einem lückenlos geführten Bonusheft über fünf Jahre erhöht sich der Zuschuss auf 70 Prozent, nach zehn Jahren sogar auf 75 Prozent. Der Festzuschuss richtet sich nach der Standardversorgung – unabhängig davon, welche Variante Sie tatsächlich wählen.

Die Ergänzung durch die Zahnzusatzversicherung

Ihre Zahnzusatzversicherung ergänzt diesen Zuschuss. Bei 100-Prozent-Tarifen wird der verbleibende Eigenanteil vollständig übernommen. Voraussetzung ist, dass die Behandlung im Leistungskatalog enthalten ist und keine Ausschlüsse greifen.

4. Leistungsstaffeln in den ersten Jahren

Auch bei Tarifen mit 100 Prozent Erstattung gibt es in den ersten Vertragsjahren Summenbegrenzungen – die sogenannte Zahnstaffel. Sie begrenzt, wie viel die Versicherung insgesamt pro Jahr zahlt.

Typische Zahnstaffel-Werte

  • Jahr 1: 500 bis 1.750 Euro
  • Jahr 2: 1.000 bis 3.500 Euro
  • Jahr 3: 1.500 bis 4.500 Euro
  • Ab Jahr 4-5: Unbegrenzte Erstattung

Beispiel: Implantat im ersten Jahr

Sie haben einen 100-Prozent-Tarif mit 1.000 Euro Zahnstaffel im ersten Jahr. Benötigen Sie ein Implantat für 3.000 Euro Restkosten, erhalten Sie trotz 100 Prozent Erstattungssatz nur maximal 1.000 Euro. Die restlichen 2.000 Euro zahlen Sie selbst.

Die Zahnstaffel schützt Versicherer vor Personen, die kurz vor einer teuren Behandlung abschließen. Für Sie bedeutet das: Ein früher Abschluss zahlt sich aus. Nach der Staffelzeit profitieren Sie dann von der vollen Erstattung.

5. 100% Tarife ohne Wartezeit

Manche Interessenten suchen gezielt nach Tarifen ohne Wartezeit, um schneller von der Versicherung zu profitieren. Hier ist Vorsicht geboten: Aktuell bietet kein Versicherer einen Tarif mit echter 100-Prozent-Erstattung und vollständigem Sofortschutz für Zahnersatz an.

Sofortschutz-Tarife im Vergleich

Tarife mit Sofortschutz wie der Bayerische ZAHN Smart verzichten zwar auf Wartezeiten, bieten aber maximal 75 Prozent Erstattung bei Zahnersatz. Gleichzeitig gelten dort besonders niedrige Zahnstaffeln von oft nur 500 Euro im ersten Jahr.

Wartezeiten bei 100%-Tarifen

Wer 100 Prozent Erstattung wünscht, muss daher in der Regel die üblichen Wartezeiten akzeptieren: drei Monate allgemeine Wartezeit und acht Monate besondere Wartezeit für Zahnersatz. Ein frühzeitiger Abschluss ist daher sinnvoll.

6. Die besten Tarife mit 100% Erstattung

Mehrere Versicherer bieten leistungsstarke 100-Prozent-Tarife an. Die Unterschiede liegen vor allem bei der Zahnstaffel, den Monatsbeiträgen und Zusatzleistungen.

Auswahlkriterien

  • Zahnstaffel: Wie hoch sind die Erstattungsgrenzen in den ersten Jahren?
  • Implantate: Werden sie vollständig erstattet?
  • GOZ-Faktor: Bis zu welchem Faktor leistet der Tarif?
  • Vorerkrankungen: Sind bestehende Zahnprobleme abgedeckt?

Preisrahmen

Preislich liegen 100-Prozent-Tarife für 30-Jährige zwischen etwa 18 und 40 Euro monatlich. Höhere Beiträge bedeuten oft großzügigere Zahnstaffeln oder weniger strenge Gesundheitsfragen. Ein Vergleich lohnt sich, um den Tarif zu finden, der zu Ihrer Situation passt.

7. Fazit: Wann lohnt sich 100% Erstattung?

Eine Zahnzusatzversicherung mit 100 Prozent Erstattung schützt Sie vor hohen Eigenanteilen bei Zahnersatz. Nach der Staffelzeit übernimmt die Versicherung Ihre gesamten Restkosten – Sie zahlen am Ende nichts aus eigener Tasche.

Allerdings sollten Sie die Zahnstaffel der ersten Jahre realistisch einplanen. Wer bereits absehbaren Behandlungsbedarf hat, profitiert möglicherweise nicht sofort von der vollen Erstattung.

Für Personen mit gesunden Zähnen ist ein frühzeitiger Abschluss besonders attraktiv: Die Beiträge sind niedriger, und nach der Staffelzeit steht der volle Schutz zur Verfügung. Vergleichen Sie verschiedene Angebote, um den passenden Tarif zu finden.

8. Häufige Fragen zur 100% Erstattung

Eine Zahnzusatzversicherung mit 100 Prozent Erstattung übernimmt den vollständigen Eigenanteil, der nach Abzug des Kassenzuschusses verbleibt. Sie zahlen am Ende keinen Cent aus eigener Tasche. Die Angabe bezieht sich auf die Restkosten nach der Kassenleistung, nicht auf die gesamten Behandlungskosten.
Grundsätzlich gilt der Erstattungssatz von 100 Prozent ab Versicherungsbeginn. Allerdings begrenzt die Zahnstaffel in den ersten Jahren die maximale Auszahlung. Typische Grenzen liegen bei 500 bis 1.750 Euro im ersten Jahr. Erst nach der Staffelzeit erhalten Sie die volle Erstattung ohne Obergrenze.
Derzeit bietet kein Versicherer einen Tarif mit 100 Prozent Erstattung und vollständigem Sofortschutz für Zahnersatz an. Tarife ohne Wartezeit erreichen meist maximal 75 Prozent Erstattung. Für 100 Prozent müssen Sie die üblichen Wartezeiten von drei bis acht Monaten einplanen.
Das hängt vom Tarif ab. Viele Versicherer schließen bereits fehlende Zähne aus oder verlangen einen Beitragsaufschlag. Bei manchen Tarifen können bis zu drei fehlende Zähne mitversichert werden. Weisheitszähne und bereits ersetzte Zähne zählen dabei in der Regel nicht.
Die wichtigsten Unterschiede liegen bei der Zahnstaffel, den Beiträgen und Zusatzleistungen. Manche Tarife bieten im ersten Jahr nur 1.000 Euro, andere bis zu 1.750 Euro. Auch bei Implantaten, Kieferorthopädie und dem maximalen GOZ-Faktor gibt es Unterschiede. Ein Vergleich zeigt, welcher Tarif zu Ihren Bedürfnissen passt.
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