4,9 auf Google

Zahnschmerzen: Ursachen, Erste Hilfe, wann zum Zahnarzt Richtig reagieren, Schäden vermeiden

Pochende Schmerzen, Schwellung oder Fieber erfordern sofortiges Handeln – so erkennen Sie zahnärztliche Notfälle

Das Wichtigste in Kürze

  • check Zahnschmerzen sind ein Warnsignal – Ursachen reichen von Karies über Pulpitis bis zu Abszessen oder Sinusitis.
  • check Hausmittel wie Salzwasserspülungen oder Nelkenöl lindern vorübergehend, ersetzen aber keinen Zahnarztbesuch.
  • check Schwellungen, Fieber oder starke pochende Schmerzen sind Notfallsymptome und erfordern sofortige Behandlung.
  • check Die Therapie richtet sich nach der Ursache: Füllungen bei Karies, Wurzelbehandlung bei Pulpitis, Drainage bei Abszessen.
  • check Regelmäßige Vorsorge beugt Zahnschmerzen vor und erhöht den Krankenkassenzuschuss für späteren Zahnersatz.
Zahnschmerzen: Ursachen, Erste Hilfe, wann zum Zahnarzt
Privadent Logo

Ihr unabhängiger Versicherungsvergleich

Über 150 Tarife im Vergleich

allianz Logo
astra Logo
barmenia Logo
bayerische Logo
concordia Logo
dfv Logo
dkv Logo
gothaer Logo
hm-logo Logo
janitos Logo
lkh Logo
mv Logo
nuernberger Logo
sdk Logo
stuttgarter Logo
ukv Logo
vigo Logo
vkb Logo
ww Logo

Inhaltsverzeichnis

1. Was hinter Zahnschmerzen steckt – und was sofort hilft

Zahnschmerzen sind ein Warnsignal Ihres Körpers und können durch verschiedene Ursachen wie Karies, Zahnfleischentzündungen oder sogar Nasennebenhöhlenprobleme entstehen. Akute Schmerzen erfordern oft schnelle Maßnahmen, während leichte Beschwerden auf den nächsten Zahnarzttermin warten können.

Wichtige Punkte:

  • Ursachen: Karies, Pulpitis, Parodontitis, Sinusitis oder Stress (z.B. Zähneknirschen).
  • Erste Hilfe: Hausmittel wie Salzwasserspülung, Nelkenöl oder Schmerzmittel wie Ibuprofen.
  • Wann zum Zahnarzt: Notfälle wie starke Schmerzen, Schwellungen oder Fieber erfordern sofortige Behandlung. Leichte Beschwerden können bis zum nächsten Kontrolltermin warten.

Tipp: Regelmäßige Vorsorge und professionelle Zahnreinigung helfen, Zahnschmerzen vorzubeugen und langfristig Kosten zu sparen.

2. Was verursacht Zahnschmerzen?

Zahnschmerzen entstehen, wenn Nerven im Zahninneren oder im umliegenden Gewebe gereizt oder entzündet werden. Die Ursachen können sowohl direkt mit den Zähnen zusammenhängen als auch von anderen gesundheitlichen Problemen herrühren. Die Art des Schmerzes und seine Dauer liefern oft wichtige Hinweise auf die Ursache.

Zahnbedingte Ursachen

Karies gehört zu den häufigsten Auslösern. Hier wandeln Plaquebakterien Zucker in Säuren um, die den Zahnschmelz und das darunterliegende Dentin angreifen. Solange der Zahnschmelz allein betroffen ist, bleibt der Schmerz meist aus. Erst wenn die Karies tiefer vordringt, reagiert der Zahn empfindlich auf Kälte, Hitze oder Süßes. Der Schmerz ist oft kurz und scharf, lässt aber schnell nach, sobald der Reiz verschwindet.

Pulpitis, eine Entzündung des Zahnmarks, tritt häufig bei unbehandelter Karies auf. Der Schmerz ist anhaltender und kann minutenlang bestehen bleiben, auch nachdem der auslösende Reiz – etwa ein kaltes Getränk – entfernt wurde. Spontaner Schmerz kann ein Zeichen dafür sein, dass die Entzündung irreversibel ist.

Weitere zahnbedingte Ursachen umfassen Parodontitis (eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats, die oft zu empfindlichen Zahnhälsen führt), Perikoronitis (Entzündung des Zahnfleisches um durchbrechende Weisheitszähne) und periapikale Abszesse (Eiteransammlungen an der Zahnwurzelspitze). Auch Zahntraumata, Säureerosion oder nächtliches Zähneknirschen können Schmerzen auslösen.

Erkrankung Schmerzcharakter Typische Auslöser
Karies Kurz, stechend Kälte, Hitze, Süßes, Zähneputzen
Pulpitis Anhaltend, pochend Spontan oder nach Reiz
Periapikaler Abszess Konstant, heftig Kauen, Beißen, Klopfen auf den Zahn
Parodontitis Ziehend bei Berührung Freiliegende Zahnhälse, Zahnfleischbluten
Perikoronitis Dumpf, konstant Kauen, Druck auf das Zahnfleisch

Nicht-zahnbedingte Ursachen

Nicht alle Zahnschmerzen entstehen direkt im Zahn. Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen) kann Schmerzen in den oberen Backenzähnen verursachen, da diese in der Nähe der Kieferhöhlen liegen. Solche Schmerzen verstärken sich oft beim Bücken oder Senken des Kopfes.

„Schmerzen durch eine Nasennebenhöhlenentzündung werden häufig als von den oberen Zähnen ausgehend wahrgenommen – besonders wenn die Zahnschmerzen während oder kurz nach einer Erkältung auftreten." – Bernard J. Hennessy, DDS, Texas A&M University

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD), die die Kaumuskulatur und Kiefergelenke betrifft, kann ebenfalls Zahnschmerzen hervorrufen. Stressbedingtes Zähneknirschen in der Nacht führt oft zu Verspannungen, die diffusen Schmerz verursachen. Weitere mögliche Ursachen sind Trigeminusneuralgie, Ohrinfektionen, Kieferzysten oder Muskelverspannungen im Nacken, die in den Zahn ausstrahlen können.

Besonders alarmierend: Herzinfarkte oder Angina pectoris können sich durch Schmerzen im Kiefer- und Zahnbereich bemerkbar machen. Wenn solche Schmerzen von Schwitzen, Übelkeit oder einem Engegefühl in der Brust begleitet werden, sollten Sie sofort den Notruf unter 112 wählen.

„Zahnschmerzen können Vorbote eines Herzinfarkts und Symptom einer Angina pectoris sein. Leider ist dieses Wissen noch nicht weit verbreitet." – Curaprox

Die richtige Diagnose ist entscheidend: Während eine bakterielle Sinusitis oft mit Antibiotika behandelt wird, erfordern zahnbedingte Beschwerden wie Karies eine gezielte zahnärztliche Therapie. Findet der Zahnarzt keine Ursache, sollten weitere Fachärzte konsultiert werden. Im nächsten Abschnitt erfahren Sie, wie Sie die Schmerzen bereits zu Hause lindern können.

3. Erste Hilfe: Zahnschmerzen zu Hause lindern

Zahnschmerzen können plötzlich auftreten – nachts, am Wochenende oder wenn kein Zahnarzttermin verfügbar ist. Bis zur professionellen Behandlung gibt es jedoch einige Maßnahmen, die die Beschwerden vorübergehend lindern können. Hier sind praktische Tipps, die Ihnen helfen können.

Hausmittel

Ein bewährtes Mittel ist die Salzwasserspülung. Dafür lösen Sie einen halben Teelöffel Salz in einem Glas warmem Wasser auf. Spülen Sie den Mund gründlich damit aus und spucken Sie die Lösung aus (nicht schlucken). Salzwasser wirkt desinfizierend und kann Entzündungen im Zahnfleisch beruhigen.

Nelkenöl ist ein weiteres Hausmittel. Es enthält natürliche betäubende Stoffe. Tragen Sie eine kleine Menge vorsichtig auf die schmerzende Stelle auf – am besten mit einem Wattestäbchen.

Eine kalte Kompresse kann bei Schwellungen helfen. Wickeln Sie einen Eisbeutel in ein Tuch und legen Sie ihn für 15–20 Minuten auf die betroffene Wange. Das kühlt und betäubt leicht.

Auch antibakterielle Mundspülungen aus der Apotheke, zum Beispiel mit Chlorhexidin, können helfen, besonders wenn Zahnfleischentzündungen die Ursache sind. Zusätzlich sollten Sie auf weiche Lebensmittel wie Suppen, Joghurt oder Rührei setzen, um den betroffenen Zahn nicht weiter zu reizen.

Diese Maßnahmen bieten nur vorübergehende Linderung und ersetzen nicht den Zahnarztbesuch.

Schmerzmittel aus der Apotheke

Ibuprofen ist oft die erste Wahl bei Zahnschmerzen. Es lindert nicht nur die Schmerzen, sondern wirkt auch entzündungshemmend.

Wenn Sie Ibuprofen nicht vertragen, können Sie Paracetamol verwenden. Es wirkt schmerzlindernd, hat jedoch keine entzündungshemmende Wirkung und ist daher bei Zahnschmerzen oft weniger effektiv.

Aspirin sollten Sie mit Vorsicht anwenden. Es ist nicht für Kinder unter 16 Jahren geeignet und kann die Blutgerinnung beeinflussen. Vor einem zahnärztlichen Eingriff sollte Aspirin vermieden werden.

Zusätzlich gibt es schmerzlindernde Gele, die direkt auf das Zahnfleisch aufgetragen werden können. Diese erhalten Sie in Apotheken oder Drogerien. Lassen Sie sich zur richtigen Anwendung beraten und beachten Sie die Packungsbeilage. Schmerzmittel sollten nur kurzfristig eingenommen werden. Halten die Beschwerden länger als zwei Tage an, ist ein Zahnarztbesuch unumgänglich.

So verschlimmern Sie die Schmerzen nicht

Manchmal können bestimmte Gewohnheiten die Zahnschmerzen verstärken. Hier einige Tipps, was Sie vermeiden sollten:

  • Extreme Temperaturen: Heiße oder eiskalte Speisen und Getränke können empfindliche Zähne zusätzlich reizen.
  • Harte, zuckerhaltige oder saure Speisen: Diese können die Beschwerden verschlimmern. Weiche Kost ist die bessere Wahl.
  • Kauen auf der schmerzenden Seite: Kauen Sie stattdessen auf der gesunden Seite, um den betroffenen Zahn zu schonen.
  • Zähneputzen: Verwenden Sie eine Zahnbürste mit weichen Borsten und gehen Sie sanft vor. Verzichten Sie auf Zahnseide direkt an der schmerzenden Stelle.
  • Rauchen: Rauchen kann Zahnprobleme verschlimmern und die Heilung verzögern. Es ist ratsam, darauf zu verzichten.

Diese Tipps helfen, die Zeit bis zur zahnärztlichen Behandlung besser zu überbrücken. Denken Sie jedoch daran, dass nur ein Zahnarzt die Ursache der Schmerzen dauerhaft beheben kann.

4. Wann zum Zahnarzt

Zahnschmerzen Symptome und Dringlichkeit: Notfall vs. Routine

Nachdem Sie erste Maßnahmen zur Linderung zu Hause ausprobiert haben, stellt sich die Frage: Wann ist es wirklich notwendig, einen Zahnarzt aufzusuchen? Nicht jeder Zahnschmerz ist ein Notfall – aber bestimmte Anzeichen verlangen schnelles Handeln. Eine korrekte Einschätzung kann helfen, schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden.

Notfallsymptome

Es gibt Symptome, die einen sofortigen Besuch beim Zahnarzt oder Notdienst erfordern. Dazu zählen:

  • Starke, pochende Schmerzen, die Sie nicht schlafen lassen oder den Alltag erheblich beeinträchtigen.
  • Eine geschwollene Wange (oft „dicke Backe" genannt), die auf einen Abszess hinweisen könnte – eine gefährliche Eiteransammlung.
  • Fieber in Verbindung mit Zahnschmerzen, da dies auf eine ernsthafte Infektion hindeuten kann.
  • Schluck- oder Atembeschwerden, die durch starke Schwellungen im Mundraum verursacht werden.
  • Plötzliche, blitzartige Schmerzen im gesamten Kiefer, die auf eine Trigeminusneuralgie hinweisen könnten.

„Oftmals gilt, je eher Ihre Zahnschmerzen behandelt werden, desto höher ist die Chance, die Ursache der Schmerzen schnell zu behandeln." – Dental21 Praxisteam

Wenn die Zahnarztpraxis geschlossen ist, steht der zahnärztliche Notdienst in Ihrer Region zur Verfügung.

Dringliche Symptome

Manche Beschwerden sind zwar kein akuter Notfall, sollten aber innerhalb von 24–48 Stunden abgeklärt werden. Dazu gehören:

  • Anhaltende Schmerzen, die nicht nachlassen.
  • Starke Empfindlichkeit gegenüber heißen, kalten oder süßen Speisen und Getränken – oft ein Hinweis auf Karies oder freiliegende Zahnhälse.
  • Schmerzen beim Kauen, die durch Zahntraumata, tiefe Karies oder defekte Füllungen verursacht werden können.
  • Sichtbare Schäden wie abgebrochene Zähne, gelockerte Kronen oder Risse im Zahnschmelz.
  • Geschwollenes, gerötetes oder blutendes Zahnfleisch, was auf Zahnfleischentzündungen oder Parodontitis hindeutet.
  • Ein unangenehmer Geschmack im Mund, der auf eine Infektion hinweisen könnte.

Auch Schmerzen, die nach einer zahnärztlichen Behandlung länger als ein paar Tage anhalten oder sich verschlimmern, sollten kontrolliert werden.

Routinesymptome

Nicht alle Beschwerden erfordern sofortige Maßnahmen. Leichte Empfindlichkeit oder gelegentliches Ziehen können Sie beim nächsten regulären Kontrolltermin ansprechen. Gesetzlich Versicherte haben alle sechs Monate Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchung – nutzen Sie diese Möglichkeit.

Auch Symptome wie anhaltender Mundgeruch, leichtes Zahnfleischbluten beim Zähneputzen oder recedierendes Zahnfleisch sollten erwähnt werden, stellen aber keinen Notfall dar. Zahnstein kann einmal jährlich im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung entfernt werden – die Kosten übernimmt die Krankenkasse.

Dringlichkeit Typische Symptome Empfohlene Reaktion
Notfall Fieber, dicke Backe, starke pochende Schmerzen, Atembeschwerden Sofort zum Zahnarzt oder Notdienst
Dringlich Anhaltende Empfindlichkeit, Schmerzen beim Beißen, sichtbare Zahnschäden Termin innerhalb von 24–48 Stunden
Routine Leichte Empfindlichkeit, Mundgeruch, leichtes Zahnfleischbluten Beim nächsten Kontrolltermin erwähnen

Diese Übersicht hilft Ihnen, die Dringlichkeit Ihrer Beschwerden besser einzuschätzen. Denken Sie daran: Ein gut geführtes Bonusheft kann den Zuschuss der Krankenkasse für Zahnersatz von 60 % auf bis zu 75 % erhöhen. Nutzen Sie diese Tipps, um die richtige Entscheidung zu treffen – im weiteren Text erfahren Sie, wie moderne Diagnostik und Therapien ablaufen.

5. Wie Zahnärzte Zahnschmerzen behandeln

Um Zahnschmerzen effektiv zu behandeln, steht eine gründliche Ursachenforschung an erster Stelle. Erst danach beginnt die gezielte Therapie.

Diagnostische Methoden

Zahnärzte starten mit einem Anamnesegespräch, um Schmerzart und Auslöser zu verstehen. Diese Informationen helfen, mögliche Ursachen einzugrenzen.

Darauf folgt eine visuelle Untersuchung der Mundhöhle. Hierbei werden Zähne, Zahnfleisch und Zahnersatz auf Schäden wie Karies, Risse, lockere Kronen oder Zahnfleischrückgang geprüft. Für tieferliegende Probleme, die nicht sichtbar sind, kommen digitale Röntgenaufnahmen zum Einsatz. Diese zeigen beispielsweise Entzündungen an der Wurzelspitze, Karies unter Füllungen oder Kieferprobleme.

Ein Vitalitätstest überprüft, ob der Zahnnerv gesund ist, während der Perkussionstest durch Abklopfen des Zahns Entzündungen der Wurzelhaut aufdecken kann. Eine Bissanalyse hilft, Fehlstellungen oder Zähneknirschen als Schmerzursache zu identifizieren. Bei Verdacht auf Parodontitis wird ein Screening durchgeführt, das die gesetzliche Krankenkasse alle zwei Jahre abdeckt.

Auf Basis dieser Untersuchungen wird die passende Behandlung festgelegt.

Behandlungsmöglichkeiten nach Ursache

Die Therapie richtet sich nach der genauen Diagnose:

  • Karies: Der Zahnarzt entfernt das erkrankte Gewebe und füllt den Zahn. Für Frontzähne werden zahnfarbene Komposite verwendet, für Backenzähne Glasionomerzemente oder Bulk-Fill-Komposite. Ab 2025 ist Amalgam für neue Füllungen in der EU verboten.
  • Pulpitis: Hat die Karies den Zahnnerv erreicht, ist eine Wurzelkanalbehandlung nötig. Dabei wird der entzündete Nerv entfernt und die Kanäle gereinigt.
  • Parodontitis: Eine professionelle Tiefenreinigung beseitigt Bakterien und Zahnstein unter dem Zahnfleischrand.
  • Abszesse: Diese werden chirurgisch drainiert, oft begleitet von einer Antibiotikatherapie (z. B. Amoxicillin).
  • Zahnextraktionen: Stark beschädigte oder nicht mehr rettbare Zähne, etwa durch Unfälle oder Weisheitszahnprobleme, werden chirurgisch entfernt.
  • Empfindliche Zahnhälse: Desensibilisierende Gels oder eine angepasste Putztechnik können helfen. Bei nächtlichem Zähneknirschen wird eine individuell angefertigte Aufbissschiene verschrieben.
Erkrankung Hauptdiagnose Typische Behandlung
Karies Sichtprüfung, Röntgen Füllung (Komposit/Glasionomer)
Pulpitis Vitalitätstest Wurzelkanalbehandlung
Parodontitis Taschenmessung Tiefenreinigung/Scaling
Abszess Röntgen, Tastbefund Chirurgische Drainage + Antibiotika
Weisheitszahn Digitales Röntgen Chirurgische Entfernung
Bruxismus Bissanalyse Individuelle Aufbissschiene

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt medizinisch notwendige Behandlungen wie Füllungen, Wurzelbehandlungen oder Parodontitis-Therapien. Zusatzleistungen wie Keramikkronen oder Implantate müssen meist privat finanziert werden, wobei ein Zahnzusatzversicherung-Vergleich oft hilfreich ist.

Nach der Behandlung beginnt die wichtige Phase der Heilung und Nachsorge.

Nach der Behandlung: Heilung und Nachsorge

Leichte Schmerzen nach Eingriffen wie Füllungen, Wurzelbehandlungen oder Zahnreinigungen sind normal und klingen meist nach ein paar Tagen ab. Nach einer Zahnextraktion bildet sich ein schützender Blutpfropf, der in den ersten 24 Stunden nicht durch Spülen, Spucken oder die Verwendung eines Strohhalms gestört werden sollte.

Schwellungen treten oft in den ersten drei Tagen auf. Regelmäßiges Kühlen – 10 Minuten kühlen, 10 Minuten Pause – hilft, diese zu reduzieren. Schlafen Sie mit erhöhtem Kopf, um Druck auf die Wunde zu vermeiden. Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol lindern Beschwerden, während Aspirin wegen der Blutverdünnung vermieden werden sollte.

Essen Sie in den ersten Tagen weiche, kühle Speisen wie Suppen oder Kartoffelpüree. Vermeiden Sie scharfe, heiße oder krümelige Lebensmittel sowie Milchprodukte direkt nach dem Eingriff, da sie das Infektionsrisiko erhöhen können. Auf Rauchen und Alkohol sollte mindestens 72 Stunden verzichtet werden.

Aktivität Empfohlener Zeitpunkt
Leichte Tätigkeiten Ab dem ersten Tag nach dem Eingriff
Bürotätigkeit Ab dem zweiten Tag
Körperlich anstrengende Arbeit Nach Absprache mit dem Zahnarzt
Sport und intensive Belastung Frühestens nach 7 Tagen

Traditionelle Fäden werden nach 7 bis 10 Tagen entfernt, während selbstauflösende Nähte innerhalb von 2 bis 3 Wochen verschwinden. Die Schleimhaut heilt meist innerhalb von 7 bis 14 Tagen, die vollständige Knochenheilung kann jedoch bis zu sechs Monate dauern.

Achten Sie auf Warnsignale: Starke Schmerzen ab dem dritten Tag, Mundgeruch oder ein unangenehmer Geschmack könnten auf eine „trockene Alveole" (Alveolitis) hinweisen. Auch Fieber, Eiter oder starke Rötungen sollten Sie umgehend mit Ihrem Zahnarzt abklären.

6. Zusammenfassung

Zahnschmerzen können durch verschiedene Ursachen wie Karies, Pulpitis, Parodontitis, freiliegende Zahnhälse oder sogar Nasennebenhöhlenentzündungen entstehen. Eine genaue Beurteilung der Symptome ist entscheidend, um schnell handeln zu können. Neben der Diagnose ist es wichtig, die Schmerzen umgehend zu lindern, bis eine professionelle Behandlung erfolgen kann.

Hausmittel und Schmerzmittel können bis zum Zahnarzttermin eine vorübergehende Hilfe sein, sind jedoch kein Ersatz für eine fachgerechte Behandlung.

"Oftmals gilt, je eher Ihre Zahnschmerzen behandelt werden, desto höher ist die Chance, die Ursache der Schmerzen schnell zu behandeln." – Dental21 Practice Team

Bestimmte Warnsignale wie Fieber, starke Schwellungen, Atemnot oder eine „dicke Backe" erfordern sofortige medizinische Hilfe. Selbst wenn die Schmerzen kurzfristig nachlassen, kann dies trügerisch sein – der Zahnnerv könnte bereits irreparabel geschädigt sein. Neben der akuten Schmerzlinderung spielt die regelmäßige Vorsorge eine entscheidende Rolle für die Zahngesundheit.

Kontrolltermine alle sechs Monate helfen dabei, Probleme frühzeitig zu erkennen, bevor sie schmerzhaft werden. Zudem lohnt sich die Vorsorge finanziell: Mit einem Bonusheft kann der Zuschuss der Krankenkasse von 60 % auf bis zu 75 % steigen. Wer rechtzeitig handelt, schützt sich nicht nur vor Komplikationen, sondern spart auch Kosten für aufwendige Behandlungen.

7. Häufig gestellte Fragen

Hausmittel können Zahnschmerzen vorübergehend lindern, bis Sie einen Zahnarzt aufsuchen können. Kältebehandlungen sind eine schnelle Hilfe: Wickeln Sie ein paar Eiswürfel in ein Tuch und legen Sie es auf die schmerzende Wange. Das kann sowohl die Schmerzen als auch die Schwellung mindern. Ebenso hilfreich sind Salzwasserspülungen. Einfach etwas Salz in warmem Wasser auflösen und den Mund damit ausspülen – das wirkt desinfizierend und beruhigend.

Ein weiteres beliebtes Hausmittel ist Nelkenöl. Es enthält natürliche Wirkstoffe, die Schmerzen lindern können. Falls Nelkenöl nicht zur Hand ist, kann auch das Kauen auf frischer Petersilie eine Option sein, da sie antibakterielle Eigenschaften besitzt. Aber denken Sie daran: Diese Mittel verschaffen nur kurzfristige Linderung. Bei starken oder anhaltenden Schmerzen sollten Sie so bald wie möglich einen Zahnarzttermin vereinbaren, um die Ursache abzuklären und behandeln zu lassen.

Wenn plötzlich starke Zahnschmerzen auftreten, die sich besonders nachts verschlimmern und von Schwellungen, Rötungen oder Eiterbildung begleitet werden, ist es wichtig, sofort einen Zahnarzt aufzusuchen. Solche Anzeichen deuten oft auf eine Entzündung der Zahnpulpa oder eine ernsthafte Zahninfektion hin.

Auch wenn die Schmerzen länger als ein bis zwei Tage anhalten, sollte ein Zahnarzt konsultiert werden. So lassen sich die Ursachen klären und mögliche Folgeschäden vermeiden.

Eine gute Zahnpflege ist der Schlüssel, um Zahnschmerzen vorzubeugen. Putzen Sie Ihre Zähne mindestens zweimal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta. Vergessen Sie dabei nicht, Zahnseide oder Interdentalbürsten zu nutzen, um Speisereste und Plaque aus schwer zugänglichen Bereichen zu entfernen. Regelmäßige Besuche beim Zahnarzt, kombiniert mit professionellen Zahnreinigungen, helfen, Zahnstein zu entfernen und Probleme frühzeitig zu erkennen.

Jetzt Tarife vergleichen