2. Wie Fluorid die Zähne schützt
Die Wissenschaft von Fluorid und Zahnschmelz
Fluorid schützt Ihre Zähne auf drei Arten. Der wichtigste Mechanismus ist die Remineralisation. Wenn Bakterien im Mund Zucker abbauen, entstehen Säuren, die Kalzium und Phosphat aus dem Zahnschmelz lösen. Fluorid hilft dabei, diese Mineralien aus dem Speichel zu nutzen, um den Zahnschmelz zu reparieren und langfristig zu stärken.
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Fluorapatit-Bildung: Fluorid ersetzt die Hydroxylgruppen (OH⁻) im Zahnschmelz und bildet Fluorapatit (Ca₅(PO₄)₃F). Diese Struktur ist härter und widerstandsfähiger gegen Säureangriffe als der ursprüngliche Hydroxylapatit.
Remineralisation: Bei leichten Schäden am Zahnschmelz fördert Fluorid die Einlagerung von Kalzium und Phosphat aus dem Speichel – der Zahn „repariert" sich selbst.
Enzymhemmung: Fluorid blockiert bakterielle Enzyme (Enolase), die Zucker in Säure umwandeln. Weniger Säure = weniger Schmelzabbau.
Außerdem ersetzt Fluorid die Hydroxylgruppen im Zahnschmelz und bildet Fluorapatit, eine härtere und säurebeständigere Struktur. Diese verstärkte Oberfläche schützt die Zähne besser vor zukünftigen Säureangriffen.
Die Rolle von Fluorid bei der Kariesprävention
Fluorid bekämpft kariesverursachende Bakterien direkt, indem es ihre Enzyme hemmt. Dadurch wird ihre Fähigkeit, Zucker in schädliche Säuren umzuwandeln, stark eingeschränkt. Weniger Säure bedeutet weniger Angriffe auf den Zahnschmelz – ein doppelter Schutz für Ihre Zähne.
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In meiner täglichen Praxis sehe ich den Unterschied deutlich: Patienten, die regelmäßig fluoridhaltige Zahnpasta verwenden, haben messbar weniger Karies und stabileren Zahnschmelz. Fluorid ist nach wie vor der Goldstandard in der Kariesprophylaxe – wissenschaftlich belegt und in der richtigen Dosierung absolut sicher.
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