6. So lässt sich Karies vorbeugen
Die Kosten und Unannehmlichkeiten von Kariesbehandlungen lassen sich durch präventive Zahnpflege vermeiden – ein entscheidender Schritt für Ihre Zahngesundheit.
Tägliches Zähneputzen und Zahnseide
Die Grundlage für gesunde Zähne ist zweimal tägliches Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta. Fluorid stärkt den Zahnschmelz und macht ihn widerstandsfähiger gegen die Säuren, die Bakterien produzieren. Besonders wichtig ist das Putzen nach den Mahlzeiten, um Plaque zu entfernen, der eine Mischung aus Bakterien und schädlichen Säuren enthält.
Zusätzlich sollten Sie täglich Zahnseide oder Interdentalbürsten verwenden. Diese erreichen die Zwischenräume, in denen sich Plaque oft festsetzt und die Zahnbürste nicht hinkommt.
„Regelmäßiges Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta und eine zuckerarme Ernährung tragen zur Vorbeugung von Karies bei." – gesund.bund.de
Ernährung und Kariesrisiko
Bakterien im Zahnbelag verwandeln Zucker und Kohlenhydrate in Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Daher ist es wichtig, den Konsum von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken wie Süßigkeiten, Softdrinks, Fruchtsäften und Ketchup zu reduzieren.
Auch die Häufigkeit der Nahrungsaufnahme spielt eine Rolle: Häufiges Snacken gibt dem Speichel keine Zeit, die Säuren zu neutralisieren und den Zahnschmelz zu reparieren. Besser sind feste Mahlzeiten, die den Zähnen Erholungsphasen ermöglichen.
Besonders bei Kleinkindern sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht ständig an Fläschchen mit gesüßten Getränken nuckeln. Milchzähne haben einen dünneren Zahnschmelz und sind daher anfälliger für Karies. Diese einfachen Änderungen können die Zahngesundheit erheblich fördern – ergänzt durch regelmäßige Zahnarztbesuche.
Regelmäßige Zahnarztbesuche und professionelle Reinigung
Die gesetzliche Krankenversicherung deckt zwei Kontrolluntersuchungen pro Jahr für Erwachsene ab. Diese Termine sind nicht nur wichtig, um Karies frühzeitig zu erkennen, sondern auch, um größere Eingriffe zu vermeiden.
Zusätzlich wird einmal im Jahr die Zahnsteinentfernung übernommen. Für Kinder unter sechs Jahren gibt es zweimal jährlich eine Fluoridlackierung, die den Zahnschmelz stärkt.
Ab dem 12. Lebensjahr lohnt es sich, jede Vorsorgeuntersuchung im Bonusheft einzutragen. Nach fünf Jahren regelmäßiger Kontrollen erhöht sich der Zuschuss der Krankenkasse für Zahnersatz von 60 % auf 70 %, nach zehn Jahren sogar auf 75 %. Regelmäßige Zahnarztbesuche zahlen sich also langfristig aus – sowohl gesundheitlich als auch finanziell.