3. Was verursacht Bruxismus?
Bruxismus kann durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden. Psychische, körperliche und Lebensstilfaktoren spielen dabei oft zusammen.
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Die drei Hauptursachen von Bruxismus
Stress & Emotionen
Psychische Belastungen wie Stress, Angst oder emotionale Anspannung sind die häufigste Ursache – das Knirschen dient als unbewusstes Ventil.
Körperliche Faktoren
Neurologische Erkrankungen, Zahnfehlstellungen, unpassende Füllungen oder Schlafapnoe können das Kausystem aus dem Gleichgewicht bringen.
Lebensstil
Alkohol, Koffein und Nikotin erhöhen das Risiko durch sogenannte Mikroarousals – kurze Wachphasen, die Knirschen auslösen.
Stress und emotionale Faktoren
Stress, Angst und emotionale Belastungen gelten als zentrale Auslöser für Bruxismus. Das unbewusste Zähneknirschen dient dem Gehirn als Ventil, um psychische Spannungen abzubauen. Besonders in den REM-Phasen des Schlafs verarbeitet das Unterbewusstsein die Eindrücke des Tages.
„Awake bruxism is usually seen as a jaw clenching habit that appears in response to stress and anxiety states." – Marc Guaita, DMD, PhD
Praktische Hilfe: Erinnerungen wie Sticker oder Handy-Alarme können helfen, tagsüber die Kieferhaltung zu überprüfen. Entspannungstechniken wie Yoga, progressive Muskelentspannung oder Ausdauersportarten können helfen, Stress abzubauen.
Körperliche und medizinische Ursachen
Neben psychischen Auslösern gibt es auch körperliche Gründe für Bruxismus. Dazu zählen neurologische Erkrankungen wie Parkinson, Epilepsie, Alzheimer oder Multiple Systematrophie. Auch zahnmedizinische Probleme wie Zahnfehlstellungen, unpassende Füllungen oder fehlende Zähne können das Kausystem stören.
Eine häufige Verbindung besteht zur Obstruktiven Schlafapnoe (OSA). Bestimmte Medikamente, insbesondere Antidepressiva wie Fluoxetin oder Paroxetin (SSRI), haben Bruxismus als mögliche Nebenwirkung.
Lebensstilfaktoren
Auch der Lebensstil spielt eine Rolle. Alkohol, Koffein und Nikotin erhöhen das Risiko, da sie sogenannte „Mikroarousals" – kurze Wachphasen während des Schlafs – begünstigen, die rhythmische Kaubewegungen auslösen.
Praktische Hilfe: Vermeiden Sie Alkohol, Koffein und Nikotin mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen.