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Zahnkrone: Arten, Ablauf, Haltbarkeit, Kosten, Erstattung Hochwertig versorgt, gut abgesichert

Von 300 bis 2.000 Euro: Die GKV zahlt nur 60-75% der Basiskosten - eine Zusatzversicherung schließt die Lücke.

Das Wichtigste in Kürze

  • check Eine Zahnkrone schützt beschädigte Zähne nach Karies oder Wurzelbehandlungen - die Kosten liegen zwischen 300 und 2.000 Euro.
  • check Die GKV übernimmt 60-75% der Regelversorgung - ein lückenlos geführtes Bonusheft erhöht den Zuschuss auf bis zu 75 Prozent.
  • check Vollkeramik und Zirkon bieten beste Ästhetik, während Metallkronen im Backenzahnbereich durch Stabilität überzeugen.
  • check Die Haltbarkeit variiert zwischen 10 und 30 Jahren - gute Mundhygiene verlängert die Lebensdauer erheblich.
  • check Eine Zahnzusatzversicherung erstattet bis zu 100% der Kosten und reduziert den Eigenanteil deutlich.
Zahnkrone: Arten, Ablauf, Haltbarkeit, Kosten, Erstattung
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Inhaltsverzeichnis

1. Was kostet eine Zahnkrone – und was zahlt die Kasse?

Eine Zahnkrone schützt und stabilisiert beschädigte Zähne, insbesondere bei Karies, Verletzungen oder nach Wurzelbehandlungen. Die Kosten in Deutschland variieren stark je nach Material: von 300 EUR bis 2.000 EUR . Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt 60-75 % der Regelversorgung , während der Eigenanteil bei hochwertigeren Materialien wie Vollkeramik oder Zirkon höher ausfällt. Ein lückenlos geführtes Bonusheft kann die Zuschüsse erhöhen. Eine Zahnzusatzversicherung im Vergleich kann weitere Kosten decken.

Arten von Zahnkronen:

  • Metallkronen (NEM/Gold): Robust, günstig, aber optisch auffällig.
  • Metall-Keramik-Kronen: Stabil, zahnfarben, jedoch mit sichtbarem Metallrand bei Zahnfleischrückgang.
  • Vollkeramikkronen: Natürliches Aussehen, ideal für Frontzähne, aber teurer.
  • Zirkonkronen: Sehr stabil und ästhetisch, jedoch kostenintensiv.
  • Provisorische Kunststoffkronen: Übergangslösung, kurzzeitig haltbar.

Ablauf der Behandlung:

  1. Diagnose: Heil- und Kostenplan erstellen.
  2. Zahnpräparation: Abdrucknahme durchführen.
  3. Provisorium: Für 1-3 Wochen tragen.
  4. Laborarbeit: Herstellung der Krone.
  5. Einsetzen: Krone befestigen.

Die Haltbarkeit variiert je nach Material zwischen 10 und 30 Jahren. Gute Mundhygiene, regelmäßige Zahnreinigungen und Schutz vor Zähneknirschen verlängern die Lebensdauer. Eine Zahnzusatzversicherung kann die finanzielle Belastung deutlich reduzieren.

2. Arten von Zahnkronen und Materialien

Das Material einer Zahnkrone wird durch Faktoren wie Zahnposition, gewünschte Ästhetik und Budget bestimmt. Jede Materialart bringt ihre eigenen Vor- und Nachteile mit, die bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten.

Hier sind die wichtigsten Materialien und ihre Eigenschaften im Überblick:

Metallkronen (Vollgusskronen)

Metallkronen, gefertigt aus Goldlegierungen oder Nichtedelmetall-Legierungen (NEM), gelten als äußerst langlebig und belastbar. Sie benötigen nur minimalen Zahnsubstanzabtrag, da ihre Wände sehr dünn sein können. Besonders bei Backenzähnen, wo Stabilität wichtiger ist als das Aussehen, sind sie eine gute Wahl. Die Kosten variieren je nach Material: etwa 250 EUR für NEM und bis zu 700 EUR für Gold.

Allerdings ist die sichtbare Metallfarbe ein ästhetischer Nachteil, insbesondere bei Goldkronen. Zudem können sie Wärme und Kälte stark weiterleiten, was vorübergehend zu Empfindlichkeiten führen kann.

Metall-Keramik-Kronen (Verblendkronen)

Diese Kronen kombinieren einen stabilen Metallkern mit einer zahnfarbenen Keramikverblendung. Sie gehören zu den am häufigsten genutzten Kronen in Deutschland und sind oft die Standardversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Metallbasis sorgt für Stabilität, während die Keramikschicht ein natürlicheres Aussehen bietet. Allerdings kann ein dunkler Metallrand sichtbar werden, besonders bei Zahnfleischrückgang. Diese Kronen sind für Front- und Backenzähne geeignet und kosten zwischen 300 EUR und 600 EUR.

Vollkeramikkronen

Vollkeramikkronen bestehen komplett aus Porzellan oder Hochleistungskeramik und bieten die beste Ästhetik. Ihre lichtdurchlässige Struktur lässt sie besonders natürlich wirken, sodass sie kaum von echten Zähnen zu unterscheiden sind. Zudem sind sie ideal für Allergiker.

"Die Vollkeramikkrone... stellt heute das Optimum an Ästhetik im Vergleich zu einem natürlichen Zahn dar." - Die Techniker (TK)

Ein Nachteil ist ihre höhere Sprödigkeit im Vergleich zu Metallkronen, was sie anfälliger für Brüche macht. Außerdem muss oft mehr Zahnsubstanz entfernt werden, um Platz für die Krone zu schaffen. Vollkeramikkronen werden vor allem bei Frontzähnen eingesetzt und kosten etwa 700 EUR bis 1.100 EUR.

Zirkonkronen

Zirkonoxid, auch als "weißes Gold" bekannt, kombiniert hohe Festigkeit mit einem natürlichen Erscheinungsbild. Diese bruchfeste Keramik ermöglicht dünnere Kronenwände und schont die Zahnsubstanz. Zirkonkronen sind für alle Zahnpositionen geeignet und besonders empfehlenswert für Patienten mit Zähneknirschen (Bruxismus).

"Wegen seiner zahlreichen medizinischen und ästhetischen Vorteile wird Zirkon auch als weißes Gold bezeichnet." - Dr. med. Dr. med. dent. Thomas Müller-Hotop, M.Sc.

Die Kosten liegen zwischen 800 EUR und 2.000 EUR, was sie zur teuersten Option macht. Ihre Langlebigkeit und das natürliche Aussehen rechtfertigen jedoch oft die Investition.

Provisorische Kunststoffkronen

Kunststoffkronen sind als Übergangslösung gedacht, während die endgültige Krone angefertigt wird. Sie schützen den präparierten Zahn für 1-3 Wochen. Da sie nicht für den Langzeiteinsatz geeignet sind, verfärben sie sich schnell, nutzen sich ab und können leicht herausfallen. Während dieser Zeit sollte man auf klebrige Lebensmittel und Kaugummi verzichten. Die Kosten liegen zwischen 80 EUR und 400 EUR und sind meist in den Gesamtkosten der Behandlung enthalten.

🦷

Arten von Zahnkronen im Überblick

Metallkronen (NEM/Gold)

Äußerst langlebig und belastbar, ideal für Backenzähne. Kosten: 250-700 EUR. Haltbarkeit: 20-30 Jahre.

Metall-Keramik-Kronen

Stabiler Metallkern mit zahnfarbener Keramikverblendung. Häufigste Krone in Deutschland. Kosten: 300-600 EUR.

Vollkeramikkronen

Beste Ästhetik durch lichtdurchlässige Struktur, ideal für Frontzähne und Allergiker. Kosten: 700-1.100 EUR.

Zirkonkronen

Höchste Festigkeit bei natürlichem Aussehen, für alle Zahnpositionen geeignet. Kosten: 800-2.000 EUR.

Provisorische Kunststoffkronen

Übergangslösung für 1-3 Wochen während der Anfertigung der endgültigen Krone. Kosten: 80-400 EUR.

" Die Wahl des Kronenmaterials sollte immer von der Zahnposition abhängen. Für Frontzähne empfehle ich meinen Patienten Vollkeramik oder Zirkon wegen der natürlichen Optik. Im Backenzahnbereich überzeugen Metallkronen oder Zirkon durch ihre Belastbarkeit - hier steht Funktion vor Ästhetik. "
LW
Dr. med. dent. Laura Weber

Fachzahnärztin für Ästhetische Zahnmedizin

Kronenart Preißpanne Typische Verwendung Haltbarkeit
Kunststoff 80 EUR - 400 EUR Nur provisorisch Wenige Wochen
NEM-Metall 250 EUR - 450 EUR Backenzähne 20-25 Jahre
Metall-Keramik 300 EUR - 600 EUR Front- und Backenzähne 15-20 Jahre
Gold 500 EUR - 700 EUR Backenzähne 25-30 Jahre
Vollkeramik 700 EUR - 1.100 EUR Frontzähne 15-20 Jahre
Zirkon 800 EUR - 2.000 EUR Alle Positionen 20-25 Jahre

3. So läuft die Behandlung mit einer Zahnkrone ab

Die Anfertigung einer Zahnkrone erfolgt in der Regel in zwei Terminen mit einem Abstand von 1 bis 3 Wochen. Bevor die Behandlung beginnt, wird ein Heil- und Kostenplan erstellt, der von der gesetzlichen Krankenkasse genehmigt werden muss.

"Die Behandlung darf erst beginnen, nachdem der Versicherungsträger den Heil- und Kostenplan genehmigt hat." - Gesund.bund.de

Im Folgenden wird der Ablauf der Behandlung beschrieben - unabhängig davon, ob es sich um die konventionelle Methode oder eine CAD/CAM-gestützte Technik handelt. Dank moderner CAD/CAM-Technologie (z. B. CEREC) kann die gesamte Behandlung auch an einem einzigen Tag abgeschlossen werden.

Zahnpräparation und Beschleifen

Der erste Termin dauert etwa 1 bis 2 Stunden. Zunächst wird der Zahn unter örtlicher Betäubung auf die Krone vorbereitet. Der Zahnarzt entfernt Karies und baut, falls nötig, eine stabile Grundlage auf. Anschließend wird die Zahnsubstanz mit diamantbesetzten Schleifinstrumenten unter ständiger Wasser-Luft-Kühlung in Form gebracht, um eine Überhitzung des Zahnnervs zu vermeiden.

Der Zahn wird so bearbeitet, dass ein leicht konischer "Stumpf" entsteht, auf dem die Krone später befestigt wird. Dabei bleibt eine Schicht von mindestens 2 Millimetern Dentin über dem Zahnnerv erhalten. Die Präparationsgrenze - also der Übergang zwischen Zahn und Krone - kann je nach ästhetischen Anforderungen oberhalb, auf Höhe oder knapp unterhalb des Zahnfleischrands liegen.

Abdrucknahme und Provisorium

Nach der Präparation wird entweder ein Abdruck mit Silikonmasse genommen oder ein digitaler Scan mit einem Intraoralscanner erstellt. Zusätzlich werden der Gegenkiefer und die Bissposition erfasst, um sicherzustellen, dass die Krone später die richtige Höhe hat.

Da der Zahn ohne Schmelzschicht empfindlich gegenüber Temperaturreizen und Bakterien ist, wird direkt eine provisorische Kunststoffkrone eingesetzt. Diese schützt den Zahn während der 1 bis 3 Wochen, die das Dentallabor für die Herstellung der endgültigen Krone benötigt. Während dieser Zeit sollten Sie auf klebrige Lebensmittel wie Kaugummi oder harte Nüsse verzichten, da sich das Provisorium lösen könnte.

Einsetzen und Befestigen der endgültigen Krone

Der zweite Termin dauert 30 bis 60 Minuten. Zunächst wird das Provisorium entfernt und die fertige Krone anprobiert. Der Zahnarzt überprüft Passform, Farbe und Bisshöhe. Eine zu hohe Krone kann beim Zubeißen Schmerzen verursachen, während eine zu niedrige Lücken hinterlässt. Wenn alles passt, wird die Krone dauerhaft befestigt.

Nach dem Einsetzen können leichte Temperaturempfindlichkeiten auftreten, die in der Regel nach wenigen Tagen verschwinden.

👨‍⚕️

Behandlungsablauf einer Zahnkrone

Erster Termin: Vorbereitung (1-2 Stunden)

  • 1
    1 Termin + Genehmigung Diagnose und Planung

    Röntgenaufnahme, Untersuchung und Erstellung des Heil- und Kostenplans zur Genehmigung durch die Krankenkasse.

  • 2
    30-60 Min. Zahnpräparation

    Unter örtlicher Betäubung wird Karies entfernt und der Zahn zu einem leicht konischen Stumpf beschliffen.

  • 3
    15-20 Min. Abdrucknahme

    Abdruck mit Silikonmasse oder digitaler Scan mit Intraoralscanner. Gegenkiefer und Bissposition werden erfasst.

  • 4
    Provisorium einsetzen

    Kunststoffkrone schützt den präparierten Zahn während der Laborzeit. Auf klebrige Lebensmittel verzichten.

Zweiter Termin: Einsetzen (nach 1-3 Wochen)

  • 1
    10-15 Min. Anprobe der fertigen Krone

    Provisorium wird entfernt, Passform, Farbe und Bisshöhe der neuen Krone werden überprüft.

  • 2
    20-30 Min. Dauerhafte Befestigung

    Die Krone wird mit Spezialzement dauerhaft befestigt. Leichte Temperaturempfindlichkeiten können nach dem Einsetzen auftreten.

4. Wie lange halten Zahnkronen?

Die Lebensdauer von Zahnkronen variiert, liegt jedoch meist zwischen 5 und 15 Jahren. Mit guter Pflege können sie oft 20 Jahre halten, und unter idealen Bedingungen sogar bis zu 40 Jahre. Studien geben an, dass die durchschnittliche Überlebensdauer indirekter Restaurationen etwa 25 Jahre beträgt.

"Statistisch gesehen sind 90 Prozent der Kronen, die vorzeitig ersetzt werden müssen, nicht selbst die Ursache für die Erneuerung, sondern es ist der Zahn darunter." - Dr. med. Dr. med. dent. Thomas Müller-Hotop, M.Sc.

Ein häufiger Grund für den Austausch ist Sekundärkaries am Kronenrand. Dieser Bereich, an dem die Krone auf den natürlichen Zahn trifft, ist besonders anfällig für Plaque und Bakterien. Im Folgenden wird die Haltbarkeit der Kronen je nach Materialtyp näher betrachtet.

💡
µm Warum scheitern Zahnkronen? Sekundärkaries am Kronenrand

Statistisch gesehen sind 90 Prozent der Kronen, die vorzeitig ersetzt werden müssen, nicht selbst die Ursache - sondern der Zahn darunter. Der häufigste Grund ist Sekundärkaries am Kronenrand.

Am Übergang zwischen Krone und natürlichem Zahn entsteht ein mikroskopisch kleiner Spalt (50-100 Mikrometer). In diesem Bereich können sich Bakterien wie Streptococcus mutans besonders leicht ansiedeln. Der Spalt ist zu klein für Zahnbürstenborsten, aber groß genug für Bakterien - deshalb ist Zahnseide am Kronenrand so wichtig.

Haltbarkeit nach Materialtyp

Das Material spielt eine entscheidende Rolle für die Lebensdauer der Krone. Metall- und Goldkronen gelten als besonders langlebig und halten in der Regel 15 bis 20 Jahre oder länger. Sie sind äußerst widerstandsfähig gegen Kaukräfte und erfordern weniger Zahnsubstanzabtrag.

Vollkeramikkronen bieten eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren. Sie überzeugen durch ihre natürliche Optik, sind jedoch anfälliger für Absplitterungen. Zirkonoxid, eine besonders stabile Keramik, vereint Ästhetik und Haltbarkeit und erreicht eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren, ähnlich wie Metallkronen.

Metall-Keramik-Kronen, auch Verblendkronen genannt, kombinieren die Stabilität von Metall mit der Ästhetik von Keramik. Ihre Erfolgsrate liegt bei 89 % bis 94 % über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren.

Materialtyp Geschätzte Lebensdauer Hauptmerkmale
Metall / Goldlegierung 15-20+ Jahre Höchste Haltbarkeit; sehr belastbar
Zirkonoxid 15-20 Jahre Stabil und biokompatibel; ästhetisch ansprechend
Vollkeramik 10-15 Jahre Natürliche Optik; anfälliger für Absplitterungen
Metall-Keramik 15-20 Jahre Kombination aus Stabilität und Ästhetik
🦷

So halten Ihre Zahnkronen länger

Empfohlen

🪥 Tägliche Pflege

  • Zahnseide oder Interdentalbürsten für den Kronenrand
  • Gründliche Zahnzwischenraumpflege morgens und abends

👨‍⚕️ Professionell

  • Professionelle Zahnreinigung 1-2x jährlich
  • Regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt

🛡️ Schutz

  • Aufbissschiene bei Zähneknirschen (Bruxismus)

Vermeiden

🍬 Ernährung

  • Kauen auf harten Gegenständen (Eis, Nüsse, Bonbons)
  • Klebrige Lebensmittel bei Provisorien

⚠️ Pflege-Fehler

  • Kronenrand nicht ausreichend reinigen
  • Nur Zahnbürste ohne Zahnseide verwenden

Wie Mundhygiene und Gewohnheiten die Haltbarkeit beeinflussen

Neben dem Material beeinflusst Ihre Mundhygiene maßgeblich, wie lange eine Krone hält. Besonders der Kronenrand, der Übergang zwischen Krone und natürlichem Zahn, ist eine Schwachstelle. Hier sammeln sich Bakterien leicht, was zu Karies oder Entzündungen führen kann.

Eine gründliche Zahnzwischenraumpflege mit Zahnseide oder Interdentalbürsten ist unerlässlich, da Zahnbürsten allein die Kronenränder nicht ausreichend reinigen. Zudem sollten Sie ein- bis zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen, um hartnäckige Beläge zu entfernen. In Deutschland kostet eine solche Reinigung zwischen 80 und 150 EUR.

Zähneknirschen (Bruxismus) stellt ein weiteres Risiko dar. Es kann Keramikkronen beschädigen oder die Krone lockern. Eine individuell angepasste Aufbissschiene schützt die Zähne nachts und kostet 150 bis 500 EUR. Viele Versicherungen übernehmen einen Teil der Kosten. Auch das Kauen auf harten Gegenständen wie Eis, Nüssen oder Bonbons sollte vermieden werden, da es zu Mikrorissen im Material führen kann.

Checkliste: So pflegen Sie Ihre Zahnkrone richtig

Zahnseide täglich nutzen

Reinigen Sie den Kronenrand täglich mit Zahnseide oder Interdentalbürsten, da Zahnbürsten allein nicht ausreichen.

Professionelle Zahnreinigung

Lassen Sie 1-2x jährlich eine professionelle Zahnreinigung durchführen (80-150 EUR), um hartnäckige Beläge am Kronenrand zu entfernen.

Aufbissschiene bei Bruxismus

Falls Sie nachts mit den Zähnen knirschen, schützt eine individuell angepasste Aufbissschiene (150-500 EUR) Ihre Kronen.

Harte Lebensmittel meiden

Vermeiden Sie das Kauen auf harten Gegenständen wie Eis, Nüssen oder Bonbons - sie können Mikrorisse im Kronenmaterial verursachen.

Regelmäßige Kontrolltermine

Besuchen Sie Ihren Zahnarzt mindestens zweimal jährlich zur Kontrolle, um Schäden frühzeitig zu erkennen.

5. Was kosten Zahnkronen in Deutschland?

Die Kosten für Zahnkronen hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie dem verwendeten Material, der Position des Zahns und dem Behandlungsaufwand. In Deutschland bewegen sich die Preise zwischen 300 EUR und 1.500 EUR pro Zahn. Bei aufwendigen Behandlungen oder der Wahl hochwertiger Materialien können die Kosten auch höher ausfallen.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt dabei einen festen Zuschuss, der sich an der Regelversorgung orientiert. Diese Regelversorgung umfasst in der Regel eine einfache Metallkrone im Seitenzahnbereich. Der Zuschuss liegt bei etwa 60 % der Kosten, kann jedoch durch ein Bonusheft auf bis zu 75 % steigen. Aktuell beträgt der maximale Festzuschuss für eine Standardkrone etwa 429,96 EUR. Entscheiden Sie sich für eine hochwertige Krone, wie beispielsweise aus Vollkeramik oder Gold, tragen Sie die Differenz selbst, da der Zuschuss unabhängig vom Material gleich bleibt.

Kosten nach Materialtyp

Das Material ist einer der größten Kostenfaktoren bei Zahnkronen. Hier eine Übersicht der Preißpannen:

  • Metallkronen (Nichtedelmetalle): ca. 300 EUR bis 400 EUR. Diese Kronen sind robust, aber optisch weniger ansprechend.
  • Titankronen: ca. 350 EUR bis 550 EUR. Beliebt wegen ihrer hohen Verträglichkeit.
  • Goldlegierungen: ca. 500 EUR bis 1.250 EUR. Der Preis variiert je nach aktuellem Goldkurs (derzeit über 90 EUR pro Gramm).
  • Metall-Keramik-Kronen: ca. 550 EUR. Eine Mischung aus Stabilität und Ästhetik.
  • Vollkeramikkronen: ca. 750 EUR bis 1.000 EUR. Besonders geeignet für Frontzähne, da sie sehr natürlich wirken.
  • Zirkonoxidkronen: ca. 800 EUR bis 2.000 EUR. Diese Kronen sind sowohl stabil als auch ästhetisch und für Front- sowie Seitenzähne geeignet.
👨‍⚕️

Kostenaufstellung: Vollkeramikkrone (Beispiel)

Zahnarzthonorar (GOZ) 200-350 EUR
Laborkosten 350-500 EUR
Material (Keramik) 100-200 EUR
Abdrucknahme/Scan 50-80 EUR
Gesamtkosten: 750-1.100 EUR
🛡️ Von ZZV erstattungsfähig
🦷

Kronenkosten nach Zahnposition

😁

Frontzähne

  • Priorität: Ästhetik - natürliches Aussehen entscheidend
  • Empfohlene Materialien: Vollkeramik oder Zirkonoxid
  • Kosten: 700-2.700 EUR
💪

Backenzähne

  • Priorität: Stabilität - hohe Kaukräfte aushalten
  • Empfohlene Materialien: Metall, Metall-Keramik oder Zirkon
  • Kosten: 300-1.250 EUR

Faktoren, die die Kronenkosten beeinflussen

Die Position des Zahns ist entscheidend: Frontzähne erfordern meist teurere Materialien und präzisere Anfertigungen, wodurch die Kosten zwischen 700 EUR und 2.700 EUR liegen können. Backenzähne sind in der Regel günstiger und kosten zwischen 900 EUR und 1.250 EUR.

Zusätzliche Behandlungsschritte, wie ein Stiftaufbau bei stark geschädigten Zähnen oder eine Wurzelkanalbehandlung, können die Gesamtkosten um mehrere Hundert Euro erhöhen. Auch die Wahl des zahntechnischen Labors spielt eine Rolle: Während Partnerlabore im Ausland oft günstigere Preise bieten, sind deutsche Dentallabore in der Regel teurer. Regionale Unterschiede sind ebenfalls zu beachten, da die Kosten in Städten häufig höher sind als in ländlichen Gebieten.

Die Zahnarztgebühren richten sich nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Je nach Aufwand kann der Faktor dabei zwischen dem 2,3-fachen (Standard) und dem 3,5-fachen (erhöhter Aufwand) liegen.

"Der Preis einer Zahnkrone wird nicht nur durch die Art der Krone und das gewählte Material beeinflusst, sondern auch durch andere Kostenfaktoren... insbesondere den Umfang der Überkronung und die Art der Befestigung." - CompletDent

Die genannten Preisfaktoren helfen Ihnen, die Kosten besser einzuschätzen und die Erstattungsleistungen Ihrer Versicherung zu verstehen. Im nächsten Abschnitt erfahren Sie mehr über die Zusammensetzung der Versicherungskosten und mögliche Rückerstattungen.

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6. Versicherungsschutz und Zuschüsse für Zahnkronen

Festzuschuss von der gesetzlichen Krankenversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) gewährt einen Festzuschuss, der sich nach der Diagnose richtet - unabhängig davon, welches Material Sie wählen. Grundlage für diesen Zuschuss ist die sogenannte Regelversorgung, die meist eine Metallkrone aus Nichtedelmetall umfasst.

Der Basis-Zuschuss beträgt 60 % der Kosten für die Regelversorgung. Wenn Sie ein Bonusheft lückenlos führen, erhöht sich dieser Zuschuss: Nach 5 Jahren auf 70 %, nach 10 Jahren auf 75 %. Bei einem Kostenbeispiel von 400 EUR übernimmt die GKV somit 240 EUR (60 %), während Sie den Rest von 160 EUR selbst zahlen.

Bevor die Behandlung beginnt, reicht Ihr Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan (HKP) elektronisch bei der Kasse ein. Seit Juli 2022 erfolgt die Genehmigung oft noch am selben Werktag. Ein genehmigter Plan bleibt sechs Monate gültig. Ohne vorherige Genehmigung riskieren Sie, dass die Kasse den Zuschuss verweigert.

⚠️

Heil- und Kostenplan vor Behandlungsbeginn einreichen

Reichen Sie den Heil- und Kostenplan (HKP) unbedingt VOR Behandlungsbeginn bei Ihrer Kasse ein:

  • Ohne genehmigten HKP kann die Krankenkasse den Festzuschuss verweigern
  • Der HKP muss auch bei der Zahnzusatzversicherung eingereicht werden
  • Ein genehmigter HKP bleibt sechs Monate gültig

Während die GKV die Grundversorgung bezuschusst, müssen Patienten bei hochwertigeren Alternativen mit einem Eigenanteil rechnen.

Eigenanteil für Patienten

Entscheiden Sie sich für eine hochwertigere Krone, etwa aus Vollkeramik oder Gold, zahlt die GKV weiterhin nur den Festzuschuss für die Regelversorgung. Die Mehrkosten tragen Sie selbst.

Ein Beispiel: Für eine Vollkeramikkrone, die 800 EUR kostet, bleiben nach dem GKV-Zuschuss von 240 EUR noch 560 EUR Eigenanteil. Bei einer Gold-Keramik-Krone für 1.300 EUR steigt Ihr Anteil auf 1.060 EUR.

Patienten mit sehr niedrigem Einkommen oder Sozialleistungen profitieren von der Härtefallregelung. In diesem Fall übernimmt die GKV bis zu 100 % der Kosten für die Regelversorgung. Entscheiden Sie sich dennoch für ein teureres Material, müssen Sie die Differenz weiterhin selbst zahlen.

Eine Zahnzusatzversicherung kann helfen, die Lücke zwischen Festzuschuss und tatsächlichen Kosten zu schließen.

Wie eine Zahnzusatzversicherung hilft

Mit einer Zahnzusatzversicherung können Sie Ihren Eigenanteil deutlich reduzieren oder sogar vollständig abdecken. Je nach Tarif erstattet die Versicherung bis zu 100 % der Gesamtkosten, auch für hochwertige Materialien wie Zirkonoxid oder Vollkeramik. Das bedeutet: Ihr Eigenanteil kann auf null Euro sinken.

Wichtig bei der Wahl des Tarifs: Viele Versicherungen haben Wartezeiten (meist 6 Monate) und Leistungsstaffeln in den ersten Jahren, z. B. eine maximale Erstattung von 1.500 EUR im ersten Jahr. Reichen Sie den Heil- und Kostenplan auch bei Ihrer Zusatzversicherung ein, bevor die Behandlung beginnt. Ein weitergeführtes Bonusheft hilft ebenfalls, da ein höherer GKV-Zuschuss die Gesamtkosten senkt und damit die Erstattung verbessert.

💰

Rechenbeispiel: Vollkeramikkrone mit Versicherung

Vollkeramikkrone − 800 EUR
GKV-Festzuschuss (60%) + 240 EUR
ZZV-Erstattung (Beispiel) + 420 EUR
Ihr Eigenanteil: 140 EUR

Fazit:

Ohne Zahnzusatzversicherung zahlen Sie 560 EUR aus eigener Tasche. Mit der passenden ZZV sinkt Ihr Eigenanteil auf nur 140 EUR - je nach Tarif sogar auf 0 EUR.

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7. Fazit: Das Wichtigste zu Zahnkronen

Zahnkronen sind eine effektive Möglichkeit, beschädigte Zähne wiederherzustellen und langfristig zu schützen - bei guter Pflege halten sie bis zu 15 Jahre oder länger. Die Materialwahl spielt dabei eine entscheidende Rolle: Für Frontzähne bieten sich Vollkeramik oder Zirkonoxid an, da sie eine natürliche Optik gewährleisten. Im Backenzahnbereich überzeugen hingegen Metallkronen durch ihre Stabilität. Die Kosten variieren entsprechend: Metallkronen kosten etwa 400 EUR, während Vollkeramikkronen zwischen 750 EUR und 2.000 EUR liegen können.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt einen Festzuschuss für die Regelversorgung - in der Regel 60 % bis 75 % der Basiskosten. Für hochwertigere Materialien wie Vollkeramik bleibt ein größerer Eigenanteil. Ein Beispiel: Bei einer Vollkeramikkrone für 800 EUR beträgt der Eigenanteil nach Abzug des GKV-Zuschusses etwa 560 EUR.

Eine Zahnzusatzversicherung kann hier erheblich entlasten. Je nach Tarif deckt sie bis zu 100 % der Gesamtkosten, auch bei teuren Materialien wie Zirkonoxid oder Gold. Wichtig ist, den Heil- und Kostenplan vorab einzureichen und das Bonusheft regelmäßig zu führen, um den GKV-Zuschuss zu maximieren. So können Sie Ihren Eigenanteil drastisch reduzieren oder sogar vollständig vermeiden.

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8. Häufig gestellte Fragen

Keramik- und Vollkeramikkronen gelten als die beste Wahl für den Frontzahnbereich, vor allem wegen ihrer natürlichen Optik. Ihre lichtdurchlässige Struktur ahmt die Eigenschaften echter Zähne nach, was sie fast ununterscheidbar von natürlichen Zähnen macht. Das sorgt für ein harmonisches und ästhetisches Erscheinungsbild - ein entscheidender Faktor, wenn es um die sichtbaren Frontzähne geht.

Ein weiterer Vorteil ist ihre Verträglichkeit. Diese Kronen sind biokompatibel, was bedeutet, dass sie gut vom Körper akzeptiert werden und kaum allergische Reaktionen hervorrufen. Im Gegensatz dazu können Metall- oder Metallkeramikkronen sichtbare, dunkle Ränder aufweisen, die oft unnatürlich wirken. Keramikkronen vermeiden dieses Problem vollständig und bieten eine durchgehend natürliche Ästhetik.

Natürlich hängt die endgültige Entscheidung immer von verschiedenen Faktoren ab: dem Zustand des Zahns, Ihren individuellen Wünschen und der Empfehlung Ihres Zahnarztes. Doch gerade im Frontzahnbereich verbinden Keramikkronen Ästhetik und Funktion auf ideale Weise.

Eine Zahnzusatzversicherung kann die Eigenkosten für Zahnkronen spürbar senken, indem sie die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ergänzt und einen großen Teil der Behandlungskosten übernimmt. Die GKV trägt in der Regel nur einen Festzuschuss von etwa 60 % bis 75 % der Kosten für die Regelversorgung. Eine Zahnzusatzversicherung geht oft darüber hinaus und deckt auch hochwertige Materialien wie Vollkeramik oder besondere Behandlungsverfahren ab.

Das ist besonders hilfreich bei teureren Zahnkronen, die in Deutschland häufig zwischen 500 EUR und 900 EUR kosten. Mit einer Zahnzusatzversicherung lässt sich die finanzielle Belastung deutlich reduzieren. Zusätzlich können Leistungen wie Vorbehandlungen, Nachsorge oder Prophylaxe teilweise übernommen werden. Dadurch wird nicht nur der Zugang zu hochwertigem Zahnersatz erleichtert, sondern auch langfristig die Gesamtkosten gesenkt.

Die Lebensdauer von Zahnkronen hängt von verschiedenen Faktoren ab. Das Material ist dabei entscheidend: Materialien wie Metallkeramik oder Zirkon gelten als besonders strapazierfähig und langlebig. Ebenso spielt die Verarbeitung eine große Rolle - eine exakt angepasste Krone kann bei richtiger Pflege problemlos 20 Jahre oder mehr halten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Pflege der Zahnkrone. Regelmäßiges und gründliches Zähneputzen, der Einsatz von Zahnseide und das Vermeiden von harten oder klebrigen Lebensmitteln können die Haltbarkeit deutlich verlängern. Zusätzlich sind regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt unverzichtbar. Hier können mögliche Schäden frühzeitig erkannt und repariert werden, bevor größere Probleme entstehen.

Kurz gesagt: Die Kombination aus hochwertigem Material, präziser Verarbeitung, guter Mundhygiene und regelmäßigen Zahnarztbesuchen sorgt dafür, dass Zahnkronen möglichst lange halten.

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