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Prothese (Teil-/Vollprothese): Optionen, Halt, Kosten Sicherer Halt für mehr Lebensqualität

Prothesen ab 500 EUR - mit Implantaten erreichen Sie bis zu 70 % der natürlichen Kaukraft

Das Wichtigste in Kürze

  • check Zahnprothesen ersetzen fehlende Zähne und stellen Kaufunktion sowie natürliche Ästhetik zuverlässig wieder vollständig her.
  • check Teilprothesen nutzen vorhandene Zähne als stabilen Halt, während Vollprothesen durch Saugkraft auf dem Kiefer sitzen.
  • check Teleskop- und Geschiebeprothesen bieten unsichtbare Verankerung und deutlich mehr Stabilität als Klammerprothesen.
  • check Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt 60-75 % der Regelversorgung, die Härtefallregelung deckt sogar 100 % ab.
  • check Implantatgetragene Prothesen verhindern Knochenschwund langfristig und bieten den stabilsten Halt beim täglichen Kauen.
Prothese (Teil-/Vollprothese): Optionen, Halt, Kosten
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Inhaltsverzeichnis

1. Was eine Zahnprothese kostet und wie sie hält

Zahnprothesen sind unverzichtbar, wenn Zähne fehlen. Sie helfen beim Kauen, Sprechen und Lächeln und verhindern Probleme wie Zahnfehlstellungen oder Kieferbeschwerden. Ob Teil- oder Vollprothese: Die Wahl hängt von der Anzahl und dem Zustand der verbleibenden Zähne ab. Kosten, Haltbarkeit und Befestigung variieren stark, ebenso wie der Eigenanteil trotz gesetzlicher Krankenkassenzuschüsse.

Wichtige Punkte auf einen Blick:

  • Kosten: Teilprothesen ab 600 EUR, Vollprothesen ab 500 EUR, Implantatlösungen teurer.
  • Halt: Von Saugkraft bis zu Implantaten - die Stabilität hängt von der Befestigungsart ab.
  • Kassenleistung: Zuschüsse von 60-75 % bei lückenlosem Bonusheft.
  • Pflege: Tägliche Reinigung und regelmäßige Anpassungen sind notwendig.
  • Besonderheiten: Implantatgetragene Prothesen bieten maximalen Halt, sind aber kostspielig.

Tipp: Ein Heil- und Kostenplan schafft Transparenz, und eine Zahnzusatzversicherung kann den Eigenanteil senken.

2. Teilprothese vs. Vollprothese: Die wichtigsten Prothesenarten im Überblick

Vergleich Vollprothese vs. Teilprothese: Kosten, Befestigung und Stabilität

Die Wahl zwischen einer Teil- und einer Vollprothese hängt maßgeblich davon ab, wie viele Zähne noch vorhanden sind und in welchem Zustand sich diese befinden. Sind die verbliebenen Zähne stabil, kommt eine Teilprothese infrage. Bei geschwächten Zähnen durch Parodontitis oder Karies ist eine Vollprothese oft eine langfristig sinnvollere Lösung. Auch die Position der Zahnlücken spielt eine Rolle: Fehlen beispielsweise die hinteren Backenzähne vollständig (Freiend-Situation), ist eine Brücke keine Option mehr, und eine Teilprothese wird häufig zur Standardversorgung. Nachfolgend ein Überblick über die Funktionsweise, Befestigung und Kosten der beiden Prothesentypen.

Vollprothesen: Funktionsweise und Halt

Eine Vollprothese besteht aus Kunststoffzähnen, die in eine rosafarbene Kunststoffbasis eingebettet sind. Im Oberkiefer umfasst sie eine Gaumenplatte, die durch Saugkraft zusätzlichen Halt bietet. Die Unterkieferprothese ist hufeisenförmig gestaltet, um das Sprechen und Kauen zu erleichtern. Der Halt entsteht durch einen dünnen Speichelfilm zwischen der Prothese und der Schleimhaut, der einen Unterdruck erzeugt und die Prothese fixiert.

"Der Schlüssel zu richtig sitzenden Vollprothesen ist eine gute Anpassung an den Kiefer." - InformedHealth.org

Während die Oberkieferprothese meist stabil sitzt, stellt die Unterkieferprothese eine größere Herausforderung dar. Die Zunge reduziert die Saugfläche, und die ständige Bewegung des Kiefers beim Sprechen und Kauen erschwert die Fixierung. In solchen Fällen greifen viele auf Haftcreme zurück, um den Sitz zu verbessern.

Teilprothesen: Befestigungsmethoden

Teilprothesen nutzen die verbliebenen Zähne als Befestigungspunkte. Die einfachste Variante ist die Klammerprothese, bei der Metallhaken die Nachbarzähne umgreifen. Diese Lösung ist zwar kostengünstig, doch die Klammern können sichtbar sein und die Ankerzähne belasten.

Eine hochwertigere Alternative bieten Teleskop- oder Geschiebeprothesen, bei denen die Befestigung unsichtbar bleibt. Diese Modelle bieten nicht nur mehr Stabilität und Komfort, sondern auch eine ästhetisch ansprechendere Lösung. Allerdings sind sie mit Kosten im Bereich mehrerer tausend Euro verbunden. Ein Vorteil von Teilprothesen ist ihre Flexibilität: Sie können erweitert werden, falls weitere Zähne verloren gehen, wodurch eine Neuanschaffung nicht sofort nötig wird.

Merkmal Vollprothese Teilprothese
Voraussetzung Vollständig zahnloser Kiefer Mindestens ein gesunder Restzahn
Befestigung Saugkraft durch Speichelfilm Klammern, Teleskope oder Geschiebe
Stabilität Variabel (abhängig von Kieferform) Hoch (direkt an Zähnen verankert)
Gaumenabdeckung Vollständig im Oberkiefer Oft reduziert oder offen
Kosten (Basis) 500-850 EUR pro Kiefer Ab 600 EUR pro Kiefer

3. Teleskop- und Geschiebeprothesen: Präzisionssysteme für mehr Stabilität

Wenn Sie eine unauffällige und dennoch stabile Lösung suchen, könnten Teleskop- oder Geschiebeprothesen genau das Richtige sein. Im Gegensatz zu Klammerprothesen setzen diese Systeme auf präzise, verdeckte Verankerungen. Der Hauptunterschied liegt in der Technik: Teleskopprothesen arbeiten mit einem Doppelkronensystem, während Geschiebeprothesen auf ein Stecksystem setzen.

Beide Varianten gehören zu den kombinierten Prothesen. Sie bieten sicheren Halt beim Kauen und lassen sich zur Reinigung herausnehmen. Allerdings ist eine umfangreiche Vorbereitung notwendig, da die verbliebenen Zähne überkront werden müssen. Hier ein genauerer Blick auf die Funktionsweisen dieser beiden Systeme.

"Festsitzend-herausnehmbare Teilprothesen sind über verschiedene Arten von speziellen Zahnkronen mit Ihren Zähnen verbunden. Dadurch erhalten sie einen deutlich höheren Halt im Mund und steigern den Trage- und Kaukomfort erheblich." - Dr. Jens Gottschalk, Zahnarzt

Teleskopprothesen: Das Doppelkronenprinzip

Das Teleskopsystem basiert auf ineinandergreifenden Kronen und sorgt so für optimalen Halt. Zunächst wird eine Innenkrone (Primärkrone) fest auf die beschliffenen Pfeilerzähne zementiert. Die Prothese selbst enthält die passende Aussenkrone (Sekundärkrone), die über die Innenkrone geschoben wird. Der Halt entsteht durch die Reibung (Friktion) zwischen den beiden Kronen, was die Prothese stabil und wackelfrei macht.

Ein großer Vorteil dieser Prothesenart ist ihre Anpassungsfähigkeit. Sollte später ein weiterer Zahn verloren gehen, kann die bestehende Prothese in vielen Fällen erweitert werden, ohne dass eine komplett neue Anfertigung nötig wird. Die Kosten bewegen sich je nach Anzahl und Material der Teleskope zwischen 3.500 EUR und 7.500 EUR pro Kiefer. Für eine optimale Mundhygiene sollte die Prothese zweimal täglich herausgenommen und gründlich gereinigt werden, um Entzündungen zu vermeiden.

Geschiebeprothesen: Das Stecksystem

Das Geschiebeprinzip bietet eine alternative Methode zur stabilen Befestigung. Hier kommt ein Präzisionsstecksystem zum Einsatz, das aus zwei Teilen besteht: Die Patrize wird fest auf einem überkronten Zahn angebracht, während die Matrize in die herausnehmbare Prothese integriert ist. Beim Einsetzen greifen beide Teile präzise ineinander und sorgen für einen sicheren, unsichtbaren Halt. Die Verankerung erfolgt meist in einem unauffälligen Bereich.

Die Kosten für Geschiebeprothesen variieren stark: Während einfache Modelle bei 500 EUR bis 900 EUR beginnen, können hochwertige Varianten mehrere tausend Euro kosten. Allerdings unterliegen die Präzisionsteile einem gewissen Verschleiss. Kunststoffhülsen, die für die Friktion sorgen, müssen oft jährlich ausgetauscht werden. Regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt sind daher wichtig, um die Passform und Funktionalität zu überprüfen.

4. Kosten und Kassenleistungen: Was Sie einplanen sollten

Die Kosten für Zahnprothesen hängen stark vom Prothesentyp, den verwendeten Materialien und dem individuellen Aufwand ab. Eine einfache Vollprothese für einen Kiefer kostet zwischen 500 EUR und 1.500 EUR, während Teilprothesen ab etwa 600 EUR erhältlich sind. Teleskopprothesen, die mehrere Doppelkronen umfassen, bewegen sich preislich zwischen 3.500 EUR und 7.500 EUR pro Kiefer. Geschiebeprothesen starten bei 500 EUR, können aber bei hochwertigen Präzisionsmodellen leicht die 3.000 EUR-Marke überschreiten. Der Preis wird vor allem durch die Anzahl der Verankerungselemente, die Materialwahl und den zahntechnischen Aufwand beeinflusst. Hier erfahren Sie, wie die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) einen Teil der Kosten übernimmt.

Preißpannen nach Prothesenart

Wer sich für implantatgetragene Prothesen entscheidet, sollte zusätzlich mit Kosten zwischen 1.800 EUR und 3.400 EUR pro Implantat rechnen. Dabei kommen noch die Aufbauten für die Prothese hinzu. Auch die Materialwahl, beispielsweise Keramik oder hochwertige Kunststoffe, beeinflusst den endgültigen Preis erheblich.

GKV-Zuschüsse und Eigenanteil

Die gesetzliche Krankenversicherung leistet einen Festzuschuss, der sich nach der Diagnose richtet - unabhängig von der tatsächlich gewählten Behandlung. Dieser Zuschuss deckt 60 % der Durchschnittskosten der sogenannten Regelversorgung ab. Wer sein Bonusheft über fünf Jahre lückenlos geführt hat, erhält 70 %, und nach zehn Jahren sogar 75 %. Für Menschen mit geringem Einkommen, wie Bezieher von Arbeitslosengeld II oder BAfoEG, greift die Härtefallregelung, die 100 % der Regelversorgungskosten übernimmt.

"Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt einen festen Zuschuss, der unabhängig von der gewählten Zahnbehandlung gleich bleibt." (health-insurance.de)

Ein Beispiel verdeutlicht dies: Bei einer Teleskopprothese, die 5.000 EUR kostet, und einem GKV-Richtwert von 850 EUR zahlt die GKV bei einer 75-Bonusstufe etwa 638 EUR. Der Eigenanteil beträgt in diesem Fall 4.362 EUR. Für eine einfache Vollprothese, die 1.200 EUR kostet, und einem Festzuschuss von 450 EUR, bleibt ein Eigenanteil von 750 EUR. Wichtig: Der Heil- und Kostenplan muss vor Beginn der Behandlung bei der Krankenkasse eingereicht und genehmigt werden. Dieser Plan ist in der Regel sechs Monate gültig.

Eine Zahnzusatzversicherung kann helfen, die finanzielle Belastung zu reduzieren. Je nach Tarif kann sie bis zu 100 % der Gesamtkosten übernehmen und so die Eigenbeteiligung deutlich senken.

5. Haltbarkeit verbessern: Saugwirkung und Implantat-Optionen

Ein sicher sitzender Zahnersatz ist entscheidend für Komfort und Selbstbewusstsein - sei es beim Essen, Sprechen oder Lachen. Aufbauend auf den zuvor besprochenen Befestigungsarten und Kosten, werfen wir hier einen Blick auf Alternativen, die zusätzliche Stabilität bieten. Während herkömmliche Prothesen oft auf Haftcremes angewiesen sind, bieten Saugprothesen und implantatgetragene Systeme deutlich mehr Halt. Interessant: Etwa 85 % der Patienten haben die anatomischen Voraussetzungen für eine Saugprothese, die ohne chirurgischen Eingriff auskommt.

Saugprothesen

Saugprothesen funktionieren durch ein Vakuum, das zwischen Prothese und Zahnfleisch entsteht. Sie sind eine nicht-invasive Option, da keine Operation erforderlich ist, und können direkt eingesetzt werden. Die Eingewöhnungszeit ist kurz, was sie besonders praktisch macht. Allerdings hängt der Erfolg stark von der Kieferform ab - ein flacher oder stark zurückgebildeter Kiefer kann die Haftung beeinträchtigen. Für Menschen, die keine Implantate möchten oder dafür nicht geeignet sind, stellen Saugprothesen eine ausgezeichnete Wahl dar.

"Saugprothesen sind die beste Art von Prothesen für diejenigen, die eine sichere und komfortable Passform wünschen, aber nicht für implantatgetragene Prothesen geeignet sind." - Kevin Manners Denture Clinics

Implantatgetragene Prothesen: Locator- und All-on-4-Systeme

Für maximale Stabilität und Funktionalität bieten implantatgetragene Prothesen eine hervorragende Alternative. Hierbei werden Implantate chirurgisch in den Kieferknochen eingesetzt, wo sie sich innerhalb von drei bis sechs Monaten fest mit dem Knochen verbinden (Osseointegration). Diese Methode sorgt für einen sicheren Halt, wodurch die Prothese nicht verrutscht.

  • Locator-Systeme: Diese "Druckknopf-Prothesen" lassen sich leicht herausnehmen, z. B. zur Reinigung, sitzen jedoch beim Essen und Sprechen fest.
  • All-on-4-System: Hierbei werden vier Implantate strategisch pro Kiefer eingesetzt, um eine festsitzende Vollprothese zu tragen. Oftmals ist diese Lösung auch ohne umfangreichen Knochenaufbau möglich.

Ein spürbarer Vorteil: Während herkömmliche Prothesen nur 10-20 % der natürlichen Kaukraft zurückgeben, ermöglichen implantatgetragene Systeme bis zu 70 %. Außerdem kann die obere Prothese so gestaltet werden, dass der Gaumen frei bleibt - das fördert den Geschmackssinn und verbessert das Temperaturempfinden. Mit einer Erfolgsrate von über 95 % und einer Haltbarkeit von 15 bis 25 Jahren bei guter Pflege sind Implantate eine langfristige Investition.

Kosten: Die Preise variieren je nach System und Aufwand:

  • Kosten: Ein einzelnes Implantat kostet zwischen 1.800 EUR und 3.400 EUR.
  • Kosten: Herausnehmbare Locator-Prothesen auf zwei Implantaten beginnen bei etwa 2.500 EUR pro Kiefer.
  • Kosten: Festsitzende All-on-4-Lösungen bewegen sich zwischen 15.000 EUR und 30.000 EUR pro Kiefer.

Sollte ein Knochenaufbau notwendig sein, kommen zusätzliche Kosten von 1.300 EUR bis 3.200 EUR hinzu. Eine 3D-Röntgenaufnahme hilft, die Knochendichte zu prüfen und die Planung zu optimieren.

Mit diesen modernen Verankerungssystemen lassen sich individuelle Bedürfnisse an Komfort und Funktionalität optimal erfüllen.

6. Prothesenpflege: Reinigung und Pflege

Damit Ihre Prothese optimal sitzt und lange hält, ist eine gründliche Pflege unverzichtbar. Regelmäßige Reinigung schützt nicht nur die Prothese, sondern auch Ihre Mundgesundheit vor Entzündungen. Herausnehmbare Prothesen sollten mindestens zweimal täglich gereinigt werden - am besten morgens und abends. Verwenden Sie dazu lauwarmes Wasser, um Materialschäden zu vermeiden. Spezielle Prothesenbürsten oder weiche Zahnbürsten eignen sich besonders gut. Haushaltsreiniger, Essig oder Scheuermittel sind hingegen tabu, da sie die Oberfläche der Prothese angreifen können. Nachfolgend finden Sie Tipps für die tägliche Pflege.

Tägliche Reinigungsroutine

Reinigen Sie Ihre Prothese über einem mit Wasser gefüllten Waschbecken - so minimieren Sie das Risiko von Schäden, falls sie aus der Hand rutscht. Nach dem Putzen sollten Sie die Prothese gründlich abspülen, bevor Sie sie wieder einsetzen. Zudem empfiehlt es sich, alle 6 Monate den Sitz der Prothese und die Mundgesundheit vom Zahnarzt überprüfen zu lassen. Einmal im Jahr sollte eine professionelle Zahnsteinentfernung durchgeführt werden, die in der Regel von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird. Bei implantatgetragenen Prothesen ist eine besonders sorgfältige Reinigung rund um die Implantate wichtig, um Entzündungen wie Periimplantitis zu vermeiden.

"Da es sich um eine Druckstelle handeln könnte, empfehlen wir so zügig wie möglich einen Termin in der Praxis auszumachen. Denn diese mechanische Reizung verschwindet nicht von alleine." - Dr. Hager | Zahnärzte

Aufbewahrung und regelmäßige Anpassungen

Neben der Reinigung spielt auch die richtige Lagerung eine entscheidende Rolle. Prothesen sollten über Nacht trocken gelagert werden, um die Bildung von Bakterien zu vermeiden. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt beraten, welche Methode für das Material Ihrer Prothese am besten geeignet ist. Da der Kieferknochen mit der Zeit schrumpfen kann, sind nach 1-2 Jahren oft Anpassungen notwendig. Typische Anzeichen dafür sind Wackeln, Druckstellen oder Probleme beim Sprechen und Kauen. Sollten Druckstellen auftreten, suchen Sie innerhalb von 2-3 Tagen einen Zahnarzt auf.

Falls die Prothese bricht, versuchen Sie nicht, diese mit Haushaltskleber zu reparieren. Wenden Sie sich stattdessen sofort an Ihren Zahnarzt, um eine fachgerechte Reparatur durchführen zu lassen. Beachten Sie außerdem, dass die gesetzliche Gewährleistungsfrist von zwei Jahren Defekte abdeckt, solange diese nicht durch unsachgemäße Handhabung verursacht wurden.

7. Fazit: Die passende Prothese für Ihre Bedürfnisse finden

Der Vergleich der verschiedenen Prothesenarten macht deutlich, dass die Wahl der richtigen Prothese von mehreren Faktoren abhängt: der Anzahl und dem Zustand Ihrer verbliebenen Zähne, Ihrem finanziellen Rahmen, Ihren Vorstellungen von Ästhetik und Komfort sowie Ihrer Bereitschaft zur täglichen Pflege. Teilprothesen setzen stabile Pfeilerzähne voraus, während Vollprothesen bei vollständigem Zahnverlust die Lösung sind. Für einen besonders festen Halt bieten sich implantatgetragene Prothesen wie Locator- oder Stegprothesen an - sie verhindern ein Verrutschen beim Essen oder Sprechen.

"Welche Art von Zahnersatz für Sie die richtige ist, hängt ganz von Ihrem individuellen Fall ab. Legen Sie mehr Wert auf Aussehen und Komfort als auf die Kosten? Dann ist ein Implantat wahrscheinlich die beste Lösung für Sie." - Dr. Jens Gottschalk, Zahnarzt

Vergessen Sie nicht, Ihren Bonusheft-Zuschuss zu nutzen: Mit einer lückenlosen Dokumentation übernimmt die gesetzliche Krankenkasse bis zu 75 % der Regelversorgung. Ein genauer Heil- und Kostenplan vor Beginn der Behandlung schafft Transparenz. Bei größeren Eingriffen kann es sinnvoll sein, eine Zweitmeinung einzuholen - etwa bei einem anderen Zahnarzt oder über die kostenlosen Beratungsstellen der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen.

Denken Sie auch an die langfristigen Kosten: Herausnehmbare Prothesen benötigen regelmäßige Pflege und Anpassungen. Implantate bieten eine Haltbarkeit von etwa 15-20 Jahren, erfordern jedoch professionelle Zahnreinigungen. Mit diesen Überlegungen können Sie eine fundierte Entscheidung treffen und unerwartete Folgekosten vermeiden.

8. Häufig gestellte Fragen

Implantatgetragene Prothesen bieten im Vergleich zu herkömmlichen Varianten einige entscheidende Vorteile. Da sie fest im Kieferknochen verankert sind, sorgen sie für einen stabilen Halt. Das bedeutet: Kein unangenehmes Verrutschen beim Sprechen oder Kauen. Sie fühlen sich dadurch nicht nur natürlicher an, sondern bieten auch eine deutlich bessere Funktionalität im Alltag.

Ein weiterer Pluspunkt ist ihre Fähigkeit, den Knochenabbau im Kiefer zu verhindern. Im Gegensatz zu herkömmlichen Prothesen, die lediglich auf der Schleimhaut aufliegen, üben implantatgetragene Modelle einen natürlichen Druck auf den Kieferknochen aus. Das kann helfen, den Knochen langfristig zu erhalten. Diese Eigenschaften machen sie zu einer langlebigen und komfortablen Lösung, die die Lebensqualität spürbar steigern kann.

Um die Kosten für Prothesen zu senken, ist eine gründliche Planung unverzichtbar. Besprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt eine umfassende Kosten- und Behandlungsübersicht. Diese sollte vorab bei Ihrer Krankenkasse eingereicht werden. Die gesetzliche Krankenversicherung leistet einen festen Zuschuss, der sich nach der medizinischen Notwendigkeit richtet - unabhängig davon, welche Prothesenart Sie wählen. Eine frühzeitige Abstimmung kann dabei helfen, die Zuschüsse rechtzeitig zu sichern.

Eine private Zahnzusatzversicherung kann ebenfalls eine sinnvolle Unterstützung sein, um Ihren Eigenanteil spürbar zu verringern. Solche Versicherungen übernehmen häufig die Differenz zwischen dem Zuschuss der Krankenkasse und den tatsächlichen Behandlungskosten. Zudem lohnt es sich, bei der Wahl der Prothese auf preisbewusste Materialien und Behandlungsoptionen zu achten, um unnötige Ausgaben zu vermeiden. Mit einer sorgfältigen Vorbereitung und der passenden Absicherung lässt sich die finanzielle Belastung deutlich minimieren.

Damit Ihre Prothese lange hält und hygienisch bleibt, ist eine gründliche Pflege unverzichtbar. Reinigen Sie Ihre Prothese zwei- bis dreimal täglich, um Beläge und Bakterien zu entfernen. Dafür eignen sich spezielle Prothesenreiniger oder milde, nicht abrasive Reinigungsmittel wie neutrale Seife. So vermeiden Sie Kratzer, die die Oberfläche beschädigen und die Lebensdauer verkürzen könnten.

Über Nacht sollte die Prothese in einer geeigneten Lösung aufbewahrt werden. Das hält sie sauber und bewahrt ihre Form. Zusätzlich ist es wichtig, die Befestigungselemente regelmäßig zu überprüfen, damit der Sitz stabil bleibt.

Vergessen Sie nicht, regelmäßige Kontrolltermine bei Ihrem Zahnarzt wahrzunehmen. So können Anpassungen vorgenommen werden, um sicherzustellen, dass Ihre Prothese optimal sitzt und in einwandfreiem Zustand bleibt.

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