3. Was sind Zahnbrücken?
Eine Zahnbrücke ist eine festsitzende Zahnersatzlösung, die Zahnlücken schließt, indem sie einen künstlichen Zahn (das sogenannte Brückenglied) zwischen den benachbarten Zähnen befestigt. Diese Nachbarzähne, auch Pfeilerzähne genannt, werden überkront, um das Brückenglied zu stützen. Im Gegensatz zu Implantaten wird dabei keine künstliche Zahnwurzel eingesetzt.
Der gesamte Behandlungsprozess ist in der Regel recht zügig abgeschlossen. Meist sind nur zwei bis drei Termine innerhalb von zwei bis drei Wochen nötig. Zunächst werden die Nachbarzähne beschliffen, um Platz für die Kronen zu schaffen. Danach wird ein Abdruck genommen, der als Grundlage für die Herstellung der Brücke im Labor dient. Abschließend wird die Brücke fest eingesetzt. Zahnbrücken sind besonders geeignet, wenn ein bis vier Zähne fehlen und die Nachbarzähne stark genug sind, um die zusätzliche Belastung zu tragen.
Ein Nachteil ist, dass die Pfeilerzähne dafür abgeschliffen werden müssen. Außerdem kann die fehlende Zahnwurzel langfristig zu Knochenrückgang im Bereich der Lücke führen. Die Pflege einer Brücke erfordert zusätzliche Aufmerksamkeit, zum Beispiel mit Zahnseide-Einfädlern oder Interdentalbürsten, um den Bereich unter dem Brückenglied sauber zu halten.
Im nächsten Abschnitt sehen wir uns die Kosten und Vorteile von Zahnbrücken genauer an.
Was Brücken in Deutschland kosten
Die Kosten für Zahnbrücken können stark variieren, abhängig von Material und Anzahl der zu ersetzenden Zähne. In Deutschland liegen die Preise typischerweise zwischen 500 € und 4.000 €. Eine dreigliedrige Brücke aus Keramik kostet etwa 1.900 € bis 2.500 €, während eine Variante aus Gold zwischen 2.300 € und 2.700 € liegt. Die günstigste Option ist eine Vollmetallbrücke aus Nichtedelmetall, die als Regelversorgung etwa 800 € kostet.
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt bei einer Vollmetallbrücke rund 480 €, sodass ein Eigenanteil von ungefähr 320 € bleibt. Entscheidet man sich für hochwertigere Materialien wie Keramik, bleibt der Kassenzuschuss gleich, aber der Eigenanteil kann auf bis zu 1.400 € steigen.
Ein Zahnzusatzversicherung Vergleich kann helfen, die Differenz zwischen Kassenzuschuss und den tatsächlichen Kosten zu decken und so die finanzielle Belastung deutlich zu senken.
Vorteile von Brücken
Zahnbrücken bieten zahlreiche Vorteile. Einer der größten Pluspunkte sind die geringeren Anfangskosten im Vergleich zu Implantaten, was sie für viele Patienten erschwinglicher macht. Zudem ist keine Operation erforderlich, was besonders für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen vorteilhaft ist. Auch ein Knochenaufbau ist bei dieser Methode nicht notwendig.
Ein weiterer Vorteil ist die kurze Behandlungsdauer. Innerhalb von zwei bis drei Wochen ist die Brücke einsatzbereit, ohne dass monatelange Wartezeiten entstehen. Die Brücke wird fest verankert und vermittelt ein natürliches Kaugefühl, das angenehmer ist als bei herausnehmbaren Prothesen. Bei richtiger Pflege können Zahnbrücken 5 bis 15 Jahre, in manchen Fällen sogar über 20 Jahre halten.
Für Menschen mit geringem Einkommen oder Sozialleistungen gibt es die Möglichkeit, über die Härtefallregelung eine vollständige Kostenübernahme der Regelversorgung zu beantragen.
Diese Punkte machen Zahnbrücken zu einer attraktiven Option für viele Patienten.